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Bundesbank erwartet einen Anstieg der Inflation auf bis zu 6 Prozent

Lohn (Symbolbild) - SNA, 1920, 22.11.2021
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Die Bundesbank geht im November von einem weiteren Anstieg der Verbraucherpreise aus. Das macht die Zentralbank in ihrem aktuellen Monatsbericht deutlich.
Die Bundesbank erwartet, dass die Inflationsrate im November auf knapp sechs Prozent steigen wird. Mit Auslaufen der statistischen Sondereffekte, was vor allem die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer in Deutschland ab Sommer 2020 betrifft, soll aber die Inflation im kommenden Januar spürbar zurückgehen. „Sie könnte aber noch für längere Zeit deutlich über drei Prozent liegen“, schrieb die Notenbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht.
Für den Herbst rechnen die Bundesbankexperten mit einer Verschnaufpause bei der wirtschaftlichen Erholung. Zwar werde die Industrie weiterhin durch Lieferprobleme belastet und damit voraussichtlich das gesamtwirtschaftliche Wachstum dämpfen. Auch im gesamten Winterhalbjahr bestünden weiterhin Risiken durch ein verstärktes Pandemiegeschehen. „Nach derzeitigem Stand dürften die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen aber weniger gravierend ausfallen als in früheren Pandemiewellen“, so die Autoren.
EZB-Zentrale in Frankfurt (Archivfoto) - SNA, 1920, 28.10.2021
EZB bleibt ultralockerem Kurs trotz steigender Inflation treu
Angesichts der Pläne der möglichen neuen Bundesregierung, den Mindestlohn gegen Ende des Jahres 2022 auf zwölf Euro je Stunde zu erhöhen, äußert sich die Notenbank mahnend. Die Experten warnen vor „nicht zu vernachlässigende Ausstrahlungseffekten“ auf die darüber liegenden Lohngruppen. „Auch hierdurch dürfte sich der Lohndruck künftig verstärken.“
Aus Sicht der Europäischen Zentralbank ist der momentane Anstieg der Inflation vorübergehend. Die oberste Währungshüterin Europas, EZB-Chefin Christine Lagarde, erklärte jüngst, die Notenbank werde die Wirtschaft auch dann weiter unterstützen, wenn die akute Pandemie-Notlage beendet sei. „Wir nehmen diese Phase der höheren Inflation nicht auf die leichte Schulter“, sagte Lagarde. Die EZB dürfe aber „angesichts vorübergehender oder angebotsbedingter Inflationsschocks nicht zu einer vorzeitigen Straffung der Geldpolitik übergehen“, so die EZB-Präsidentin.
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