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Zweite Nacht der Unruhen in Niederlanden: Corona-Proteste gehen weiter – Festnahmen und Verletzte

© AFP 2021 / Danny KempDen Haag
Den Haag  - SNA, 1920, 21.11.2021
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Nach den jüngsten Ausschreitungen gegen die Corona-Beschränkungen in Rotterdam hat es laut Medienberichten und Polizeiangaben in der Nacht zum Sonntag in mehreren niederländischen Städten Unruhen gegeben. Der Hauptherd der Krawalle war Den Haag. Die Polizei berichtete von mehreren Verletzten unter ihren Mitarbeitern und Festnahmen der Randalierer.
Am Samstagabend war die Polizei von Den Haag nach eigenen Angaben bis Mitternacht im Einsatz, um gegen die Randalierer vorzugehen. Die Einsatzkräfte drängten die Demonstranten zurück und setzten einen Wasserwerfer ein, um einen Brand an einer verkehrsreichen Kreuzung zu löschen.
Eine große Gruppe junger Menschen habe, so die Polizei, „bewusst“ die Konfrontation mit der Polizei gesucht. Sie haben demnach Feuer gelegt, Vandalismus begangen, Autofahrer belästigt sowie Beamte mit Steinen beworfen.
Gegen ein Uhr nachts soll in Den Haag Ruhe eingekehrt sein. Nach den Angaben vom Samstagmorgen wurden 19 Personen festgenommen.
Die Sicherheitskräfte der Stadt hätten die Mobile Einheit sowie Mannschaftsüberwachungshunde und Polizeipferde mancherorts einsetzten müssen, „um die öffentliche Ordnung wiederherzustellen“, wie die Polizei auf Twitter mitteilte.
Die Polizei sei mit schweren Feuerwerkskörpern und Steinen von Dächern ausbeworfen worden, hieß es weiter. Fünf Beamte seien dabei verletzt worden. Einer wurde den Angaben der Polizei zufolge mit dem Rettungswagen abtransportiert – er habe eine Knieverletzung und eine Gehirnerschütterung erlitten.
Noch zwei Polizisten hätten sich Gehörschäden zugezogen, zwei weitere seien an der Hand verletzt und im Krankenhaus behandelt worden, berichtete die Polizei.

Weitere Städte von Krawallen betroffen

Am Samstag wurde in sozialen Netzwerken im ganzen Land zu Krawallen und Konfrontationen mit der Polizei aufgerufen. An mehreren Orten –auch in Amsterdam und Rotterdam – war die Polizei vorsorglich mit einer großen Anzahl von Beamten auf den Straßen präsent.
In Roermond im Süden des Landes nahe der deutschen Grenze bewarfen Dutzende Jugendliche die Polizei mit Feuerwerkskörpern.
Auch aus dem nahe gelegenen Stein wurden heftige Unruhen gemeldet.
In Urk im Nordosten von Amsterdam sollen Jugendliche die Polizei ebenfalls mit Feuerwerkskörpern beworfen haben. Den Angaben zufolge ist es dort zu mehreren Festnahmen gekommen.

Corona-Proteste in Rotterdam am Vortag

Am Vorabend war es in der niederländischen Hafenstadt Rotterdam zu heftigen Krawallen gegen die Verschärfung von Corona-Maßnahmen gekommen. Sieben Menschen sollen dabei verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert worden sein.
51 Demonstranten seien am Freitagabend und in der Nacht festgenommen worden. Etwa die Hälfte von ihnen sei minderjährig gewesen, heißt es laut den jüngsten Angaben der Polizei. Die Suche nach weiteren Krawallmachern gehe weiter.
Die Situation habe einen verstärkten Einsatz gefordert: Polizeieinheiten aus dem gesamten Land hätten nach Rotterdam kommen müssen, um die Ordnung wiederherzustellen.
Gewalttätige Randalierer sollen die Ordnungshüter mit Feuerwerkskörpern und Steinen beworfen und die Feuerwehr bei ihrer Arbeit gehindert haben. Gegen die Protestierenden seien Wasserwerfer eingesetzt worden.
Die Polizei habe zudem mehrere Warnschüsse abgegeben. „Es gibt Verletzte im Zusammenhang mit den Schüssen, die abgegeben wurden“, hat die Polizei in ihrem Liveblog berichtet. Später habe die Polizei auch gezielt schießen müssen. Den Waffeneinsatz rechtfertigte die Behörde mit „der Gefährlichkeit der Situation“.
Krawalle bei Corona-PRotesten in Rotterdam - SNA, 1920, 20.11.2021
Corona-Proteste in Rotterdam außer Kontrolle: Sieben Menschen verletzt – Dutzende Festnahmen
Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen dürfen sich die Niederländer seit einer Woche nur noch mit maximal vier weiteren Menschen in ihren Wohnungen treffen. Arbeitnehmer sollen möglichst im Homeoffice arbeiten. Geschäfte müssen früher schließen.
Überlegt wird unter anderem, an manchen Einrichtungen nur Genesenen und Geimpften Zutritt zu gewähren.
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