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Verhalten „nicht ganz anständig“: Kreml erinnert Nato an ihre Militärübungen in Ukraine

© SNA / Sergej Gunejev / Zur BilddatenbankKreml-Sprecher Dmitri Peskow
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow - SNA, 1920, 21.11.2021
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Der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow hat die jüngsten Anschuldigungen vonseiten der Nato, die Russland eine „ungewöhnliche militärische Aktivität“ nahe der Ukraine vorwirft, als „künstliche Hysterie“ bezeichnet. Ihm zufolge muss das Bündnis zuerst seine „provokativen Aktivitäten“ an der russischen Grenze einstellen.
Gegenüber dem Fernsehsender „Rossya 1“ erklärte der Kreml-Sprecher, dass der Westen mit seinen Äußerungen über die angebliche Vorbereitung Russlands auf einen Angriff auf die Ukraine künstlich eine Hysterie anheize. Ihm zufolge sind Provokationen diesbezüglich nicht ausgeschlossen.
„Diese Hysterie wird künstlich geschürt. Anschuldigungen bezüglich irgendeiner ungewöhnlichen militärischen Aktivität auf unserem Territorium kommen genau von denen, die ihre Streitkräfte von der anderen Seite des Ozeans, also die Vereinigten Staaten von Amerika, herbeigezogen haben“, merkte Peskow an.
Gleichzeitig fügte der russische Pressesprecher hinzu, dass ein solches Verhalten „nicht ganz logisch“ und „nicht ganz anständig“ sei.

Ausweg aus angespannter Situation „möglich“

Die Nato müsse demnach, so Peskow, ihre „provokativen Aktivitäten“ nahe den Grenzen der Russischen Föderation einstellen und aufhören, mit ihrer politischen und militärischen Infrastruktur „bis an die Grenzen der Russischen Föderation“ vorzudringen.
Dann wäre ein Ausweg aus der „derzeit angespannten Lage“ in den Beziehungen zwischen Moskau und dem Westen möglich. Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten müssen es laut dem Pressesprecher unterlassen, „eine militärische Faust nahe unseren Grenzen zu konzentrieren".
Um die Ukraine nicht „zu wahnsinnigen Aktionen“ zu inspirieren, sollte die Nato das Land nicht mehr „mit modernen Waffen“ versorgen, brachte es Peskow auf den Punkt.

Nato-Übungen in Ukraine – „herzzerreißendes Spektakel“

Aus Sicht des russischen Sprechers strebt die Ukraine unter dem Deckmantel der Nato-Übungen im Schwarzen Meer „höchstwahrscheinlich“ einen weiteren Versuch an, „eine militärische Lösung ihres internen Problems zu starten“.
„Und dies erreicht sie (die Ukraine – Anm. d. Red.) höchstwahrscheinlich unter dem Deckmantel eben dieser Nato-Übungen, Nato-Schiffe im Schwarzen Meer – amerikanischer, britischer Soldaten in der Region, von denen es immer mehr gibt (…)“, so Peskow.
Und dies sei, fuhr der Sprecher fort, natürlich „ein herzzerreißendes Spektakel“, denn dies werde gravierendste Konsequenzen nach sich ziehen.

Spannungen zwischen Westen und Russland

Zuvor hatten sich die Verteidigungsminister Großbritanniens und der Ukraine in einer gemeinsamen Erklärung darauf verständigt, dass sie über Russlands „militärische Aktivitäten an der Grenze zur Ukraine“ besorgt seien.
Die Zeitung „Mirror“ hatte vorige Woche unter Berufung auf mit der Situation vertraute Quellen berichtet, dass sich Großbritannien bereit erklärt habe, „aus Angst vor einer angeblich bevorstehenden russischen Invasion“, bis zu 600 Soldaten einer Spezialeinheit in die Ukraine zu verlegen.
Laut einem ranghohen britischen Militäroffizier, den das Blatt zitiert, ist die Gefahr eines versehentlichen Kriegsausbruchs zwischen dem Westen und Russland momentan größer als „je zuvor seit dem Kalten Krieg“.
Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, hat sich danach ebenfalls besorgt über den Migrantenzustrom und die „ungewöhnlichen“ Aktivitäten der russischen Armee im Grenzgebiet zur Ukraine gezeigt. Demnach befürchte er, dass eingeschleuste Migranten von der belarussisch-polnischen Grenze an die Grenze zur Ukraine umgeleitet werden könnten. Auch ein Eingreifen Russlands in der Ukraine hat er nicht ausgeschlossen.
Sergej Lawrow und Ann Linde - SNA, 1920, 19.11.2021
Russland wird Augen nicht vor gröbsten Provokationen der Nato und EU verschließen – Lawrow

Russland weist Vorwürfe zurück

Das russische Außenministerium wies Berichte mehrerer westlicher Medien zurück, wonach Russland angeblich Truppen an der Grenze zur Ukraine stationiert haben soll. Peskow hat erklärt, Russland verlege Truppen „innerhalb seines Territoriums und nach eigenem Ermessen“.
Russland hat wiederholt Vorwürfe „aggressiver Aktionen“ des Westens und der Ukraine zurückgewiesen und erklärt, niemanden zu bedrohen. Zudem hieß es, dass Äußerungen über die „russische Aggression“ als Vorwand benutzt würden, um mehr Nato-Militärausrüstung in der Nähe der russischen Grenzen zu stationieren.
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