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Goldhandel-Chef über fehlerhafte Geld-Politik und ihre Folgen für Sparer und Anleger – Video

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Ob Aktien gegenüber Gold beim Investieren einen Vorteil haben, hat SNA News im Video-Interview den Chefökonomen der „Degussa-Goldhandel“, Thorsten Polleit, gefragt. Herausgekommen ist ein spannendes Gespräch über Inflation, Kaufkraftverlust, schwache Währungen – und das Besondere an Gold und Silber.
Thorsten Polleit, Chef-Volkswirt bei „Degussa Goldhandel“, warnt im Video-Gespräch mit SNA News vor Inflation. Damit einhergehend, auch vor einer künstlichen Aufrechterhaltung des „Fiat-Geldes“ wie US-Dollar oder Euro. Beispielsweise durch Flutung der Märkte mit billigem Geld durch die Staaten und Zentralbanken. „Eben zum Preis des Kaufkraftverfalls“, sagt er.
„Man sieht jetzt die Konsequenzen dieser Politik. Die Konsumgüter-Inflation in den USA ist jetzt bei 6,2 Prozent – und ich nehme an, sie wird sich wohl nicht zurückbilden. In diesem Umfeld wird es für viele Anleger und Investoren klar, dass Dollar, Euro und Co. keine Wertaufbewahrungsmittel sind.“
Er sei weiterhin positiv gestimmt, was die künftige Entwicklung der Edelmetall-Preise angehe. Die aktuelle Krisensituation bei den Währungen werde die Nachfrage nach Gold und Silber wiederbeleben, ist er überzeugt. Denn im Vergleich zu den klassischen Währungen, die seit nunmehr über fünf Jahrzehnten nicht mehr durch einen Gegenwert gedeckt sind, schneiden Gold und Silber laut ihm stets besser ab.
Zur Erinnerung: Noch bis in die späten 1960er Jahre war der Dollar in den USA als Weltleitwährung mit Gold gedeckt. Diesem Goldstandard zufolge konnten Dollar-Scheine in Gold umgetauscht werden. So stand früher beispielsweise auf der 100-Dollar-Note: Für diesen Geldwert sind im Schatzamt der Vereinigten Staaten 100 Dollar in Goldmünzen hinterlegt.
Dollar (Symbolbild) - SNA, 1920, 11.11.2021
Schreckgespenst Inflation – In den USA so hoch wie seit 30 Jahren nicht mehr
Heutzutage habe dieses Fehlen der Golddeckung für Währungen Inflation, steigende Preise und immer wiederkehrende Wirtschaftsrezessionen zur Folge. Polleit erklärt:

„Man kann die Geldmenge nicht beliebig erhöhen, ohne dadurch die Kaufkraft des Geldes herabzusetzen. Das ist eine schmerzliche Erfahrung, die viele Anleger machen.“

Alle Sparer und Sparerinnen befinden sich laut ihm derzeit in diesem Dilemma, verursacht durch eine fehlerhafte Geldpolitik der Regierungen und Zentralbanken. „Für die Fehler, die Zentralbank-Räte begehen – ob nun durch Vorsatz oder Sorglosigkeit –, müssen diese gar nicht selbst gradestehen oder bezahlen. Die schädlichen Folgen dieser Politiken treffen die breite Bevölkerung“. Die Zins-Politik schaffe große Verwerfungen in den Volkswirtschaften.
Thorsten Polleit - SNA, 1920, 31.10.2021
„Inflation ist politisch gewollt“ – Gold-Experte über Währungsverfall und Weidmann-Nachfolger
Der Ökonom aus Frankfurt am Main nannte einen Tipp für Anleger:

„Die zentrale Herausforderung für die meisten Anleger und Sparer ist, diesem Kaufkraftverlust der Währungen zu entkommen. Im einfachsten Fall kann eine Portfolio-Struktur wie folgt aussehen: 70 bis 80 Prozent des eigenen Vermögens in Aktien geben, weltweit diversifiziert. Und entsprechend 20 oder 30 Prozent in physisches Gold.“

Dies sei eine belastbare Strategie, so Polleit. Für jede Anlegerin und jeden Anleger leicht umsetzbar.
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