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US-Geheimdienst: China baute heimlich Militäranlage in Vereinigten Arabischen Emiraten

© AP Photo / Andy WongFlaggen von China und den USA (Symbolbild)
Flaggen von China und den USA (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.11.2021
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China soll nach Angaben des US-Geheimdienstes eine geheime Militäranlage in einem Hafen etwa 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Abu Dhabi gebaut haben. Die US-Regierung befürchtet nun, dass die chinesische Militärpräsenz im Land die Beziehungen zwischen den USA und VAE bedrohen könnte.
Wie „The Wall Street Journal“ (WSJ) unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Quellen berichtet, hat die Regierung von US-Präsident Joe Biden die Behörden der Arabischen Emirate darüber in Kenntnis gesetzt, dass Chinas Militärpräsenz im Land womöglich einen Schatten auf die Beziehungen zwischen den beiden Ländern werfen könnte.
Angaben zufolge soll der Bau der Militäreinrichtung nach einer Reihe von Treffen und Besuchen von US-Beamten gestoppt worden sein.
Insider vermuteten dem Artikel zufolge, dass die Regierung in Abu Dhabi, die mit US-Streitkräften zusammenarbeitet und „fortschrittliche amerikanische Düsenjäger und Drohnen“ kaufen möchte, sich des militärischen Charakters der Aktivitäten Chinas nicht bewusst gewesen sei.
Chinas Bemühungen, in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein „militärisches Standbein“ zu etablieren, und die Versuche der Biden-Regierung, die Emirate davon zu überzeugen, den Bau der Basis (Militärbasis – Anm. d. Red.) einzustellen, führen die Herausforderungen vor Augen, mit denen die US-Regierung konfrontiert werde, sollte sie weiterhin weltweit mit Peking konkurrieren, stellte WSJ fest.

Chinas Politik im Nahen Osten

Der Nahe Osten wird immer mehr zum Hauptschauplatz für den Wettbewerb zwischen den USA und China. Darüber hinaus sind die Vereinigten Arabischen Emirate einer der wichtigsten Partner der USA in der Region.
In letzter Zeit hat China seine wirtschaftlichen Beziehungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten verstärkt und ist derzeit einer seiner größten Handelspartner sowie der größte Verbraucher von Öl aus der Region am Persischen Golf. All dies macht die chinesische Invasion des Landes für die US-Interessen dem Blatt zufolge noch gefährlicher.
Auch haben die Vereinigten Arabischen Emirate die Telekommunikationsinfrastruktur von Chinas Huawei Technologies Co. übernommen. Hochrangige westliche Beamte warnen jedoch, dass das Land nun anfällig für chinesische Spionage sei. Peking weist die Vorwürfe entschieden zurück.
Die aufkeimende Sicherheitskooperation zwischen Peking und Abu Dhabi habe möglicherweise den Deal über den Verkauf von 50 US-amerikanischen F-35-Kampfflugzeugen der fünften Generation, 18 Reaper-Drohnen und anderer moderner Munition im Wert von 23 Milliarden US-Dollar zwischen den USA und den VAE in Frage gestellt.
(v.l.n.r.): US-Präsident Joe Biden, State Secretary Antony Blinken und Finanzministerin Janet Yellen bei einem Online-Treffen mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping. Washington, 15. November 2021 - SNA, 1920, 16.11.2021
Berater: USA schlagen China Verhandlungen über strategische Stabilität vor

Spannungen zwischen Peking und Washington

Die Beziehungen zwischen den beiden Supermächten China und den USA sind in den letzten Jahren äußerst angespannt. Eine Dimension der Rivalität zwischen den Staaten bilden etwa wirtschaftliche Konkurrenz und Konflikte um die Handels-, Wirtschafts- und Finanzpolitik.
Auch die technologische Konkurrenz, unterschiedliche Positionen in der Menschenrechtsfrage sowie der Ausbau des chinesischen Nukleararsenals sind Stein des Anstoßes in den gegenseitigen Beziehungen.
Zuletzt hatten auch mögliche Cyberangriffe die Beziehungen belastet, hinter denen die US-Regierung die Volksrepublik vermutet. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern hatten sich unter dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump stark verschlechtert. Die Biden-Regierung hat den Druck auf China aufrechterhalten.
Am Freitag haben die USA angekündigt, einen diplomatischen Boykott der Olympischen Spiele in Peking im nächsten Jahr zu erwägen. Sollte es dazu kommen, würden US-Vertreter der Eröffnungszeremonie der Olympischen Winterspiele in Peking im Februar nicht beiwohnen. Die US-Athleten würden dagegen an den Sportwettbewerben teilnehmen.
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