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Boeing 787 weiterhin Sorgenkind: US-Ausschuss wittert Aufsichtsversagen und fordert Untersuchung

© AFP 2021 / Eric PiermontBoeing 787-10 Dreamliner
Boeing 787-10 Dreamliner - SNA, 1920, 20.11.2021
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Die Produktion des US-Flugzeugbauers Boeing 787 „Dreamliner“ wird seit Längerem von neuen Herstellungsfehlern heimgesucht, die bereits mehrmals zum Auslieferungsstopp der Maschinen geführt haben. Nun will ein US-Kongressausschuss wegen der anhaltenden Probleme mit dem Langstreckenjet mögliches Aufsichtsversagen untersuchen lassen.
Das für Transport und Infrastruktur zuständige Komitee des Repräsentantenhauses gab am Freitag bekannt, dass der Generalinspektor des Verkehrsministeriums nun beauftragt sei, eine entsprechende Überprüfung durchzuführen.
Konkret gehe es angesichts der immer wieder auftretenden Produktionsmängel darum, ob die Inspektionen und Personalstärke der Luftfahrtaufsicht FAA ausreichen, um Probleme in Boeings Herstellungsprozessen zu erkennen.

Auslieferungsstopp, Verzögerungen und erneuter Druck

Der vor rund zehn Jahren auf den Markt gebrachte „Dreamliner“ wird Boeing langsam ein Dorn im Auge. In diesem Jahr musste der Konzern die Auslieferungen wegen verschiedener Produktionsprobleme vorübergehend einstellen und die Fertigungsrate drosseln.
Das „Wall Street Journal“ berichtete nun unter Berufung auf Insider, dass Boeing die zuletzt ohnehin schon auf nur noch zwei Maschinen pro Monat heruntergefahrene 787-Herstellung wegen der Defekte sogar noch weiter gekürzt habe, was zu einer weiteren Verzögerung der Auslieferungen führen könnte.
Ein Sprecher erklärte zu dem Bericht und zur vom Kongressausschuss geforderten Untersuchung, dass das Unternehmen weiter in enger Abstimmung mit der FAA sowie seinen Zulieferern und Kunden nach Lösungen suche. Darauf, dass die Probleme ein Sicherheits- oder Flugrisiko für die 787-Maschinen in Betrieb darstellten, gebe es momentan keinerlei Hinweise. An der Börse brachten die schlechten Neuigkeiten Boeing vor dem Wochenende stark unter Druck.
Eigentlich war der US-Flugzeugriese in diesem Jahr auf dem Weg, sich von den Folgen der Corona-Krise und des Debakels um seine bestverkaufte Baureihe 737 Max zu erholen, die nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten mehr als anderthalb Jahre lang weltweit mit Flugverboten belegt war. Doch die Problemserie des „Dreamliner“ überschattet Erfolge etwa bei Aufträgen und Auslieferungen der 737 Max.
Boeings Aktien waren am Freitag mit einem Minus von über sechs Prozent das Schlusslicht im US-Leitindex Dow Jones.
Eine Maschine des Typs Boeing 787 der Fluggesellschaft British Airways - SNA, 1920, 18.06.2021
„Auf die Nase gefallen“: Boeing 787 bleibt nach Panne auf Startbahn liegen

Panne an Londoner Flughafen

Mitte Juli war berichtet worden, dass ein Passagierflugzeug des Typs Boeing 787 „Dreamliner“ der Fluggesellschaft „British Airways“ am Flughafen London Heathrow eine Panne erlebt habe. Dabei war das Bugfahrwerk der Maschine eingeknickt und die Nase hatte auf dem Boden gelegen, wie es den zahlreichen Videos zu entnehmen war.
Laut einer Mitteilung, die das Nachrichtenportal von dem Betreiber erhalten habe, sei die Maschine beschädigt worden, als sie auf dem Rollfeld gestanden habe. „Da es sich um ein reines Frachtflugzeug handelt, befanden sich keine Passagiere an Bord“, hieß es damals.
Boeing produziert eine breite Palette von zivilen und militärischen Flugzeugen und entwickelt Raumfahrtprogramme. Es hat zwei große Divisionen: Boeing Commercial Airplanes, die zivile Flugzeuge baut, und Integrated Defense Systems, die Raumfahrt- und Militärprogramme durchführt.
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