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Bis Jahresende 50 Millionen Impfdosen bereit – Gesundheitsministerium

© AP Photo / John LocherBiontech-Impfstoff
Biontech-Impfstoff - SNA, 1920, 20.11.2021
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Bis Jahresende stehen in Deutschland nach Angaben des Gesundheitsministeriums 50 Millionen Corona-Impfdosen zum Einsatz bereit.
Davon seien 26,08 Millionen Dosen des Herstellers Moderna und 24,3 Millionen von BioNTech/Pfizer, teilte das Bundesgesundheitsministerium am Samstag mit.
„Beide Impfstoffe sind sicher, wirksam und gleich gut für Auffrischimpfungen geeignet.“
Hintergrund ist ein Streit um eine zeitweise Drosselung der Auslieferungen von Biontech-Dosen. Das Ministerium hatte am Freitag an die Länder geschrieben, dass derzeit 90 Prozent der Bestellung auf den Impfstoff von Biontech entfielen. Werde das Moderna-Vakzin nicht genutzt, müssten Dosen nach Erreichen des Verfalldatums im ersten Quartal 2022 vernichtet werden. Die maximalen Bestellmengen für Biontech für Praxen und Impfzentren sollten deshalb für eine gewisse Zeit begrenzt werden. Aber in keiner Woche sollen weniger als zwei Millionen Biontech-Dosen ausgeliefert werden. Bei dem Moderna-Vakzin soll dagegen jede Bestellung voll beliefert werden.
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Politiker von SPD, Grünen und FDP kritisierten die Entscheidung. „Das muss ein schlechter Scherz sein“, sagte FDP-Fraktionsvize Michael Theurer am Samstag zu Reuters. Man brauche massenhaft Impfdosen.
„Hier jetzt Höchstmengen zu definieren, ist absolut kontraproduktiv und setzt ein völlig falsches Signal.“
Die Drosselung sei nicht richtig, sagte auch der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach im Deutschlandfunk. Angesichts der stark steigenden Infektionszahlen dürfe man den Biontech-Impfstoff nicht begrenzen.
„Das können wir uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht leisten.“
Viele Menschen in Deutschland würden dem Biontech-Impfstoff besonders vertrauen. „Wir müssen jetzt wirklich mit allen Kräften arbeiten.“ Das bei den Moderna-Impfdosen das Verfallsdatum nahe, wisse man schon länger. Man könnte sie auch anderen Ländern zur Verfügung stellen.
Gesundheitsminister Jens Spahn hatte mit Blick auf die nötigen Impfungen von bis zu 30 Millionen Personen bis Ende 2021 vergangene Woche angekündigt, dass die Bundesregierung einen Teil der für Dezember vorgesehenen Biontech-Spenden an die internationale Impfallianz Covax in den Januar und Februar schiebe, um in Deutschland genug Impfstoff einsetzen zu können.
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Auch der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen warnte vor einer Begrenzung bei den Biontech-Lieferungen.
„Das sollten wir nicht tun! Wir brauchen alles andere als eine Handbremse beim Impfen“, twitterte er.
Gerade für junge Menschen sei der Impfstoff besonders gut verträglich. Zudem spiele auch die Wahl zwischen verschiedenen Vakzinen bei der Entscheidung für die wichtige Erstimpfung eine Rolle.
Unterdessen zieht das Impftempo angesichts rapide steigender Infektionszahlen an. Laut Bundesregierung wurden am Freitag 475.000 Impfungen verabreicht. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Samstag zugleich eine Sieben-Tage-Inzidenz von 362,2 nach 340,7 am Freitag und damit erneut einen neuen Höchststand. Das RKI verzeichnete binnen 24 Stunden 63.924 Neuinfektionen. Das sind fast 19.000 Fälle mehr als vor einer Woche. 248 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen eines Tages auf 98.987. Die Hospitalisierungsrate gab das RKI zuletzt mit 5,34 an. Der Wert gibt an, wie viele Corona-Infizierte je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in Krankenhäuser eingewiesen wurden. Er soll nach der jüngsten Vereinbarung von Bund und Ländern künftig maßgebend für eine Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen sein.
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