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Studie zeigt Zusammenhang zwischen AfD-Popularität und Corona-Zahlen

© AP Photo / Monika Skolimowskaein Teilnehmer einer Veranstaltung der Partei AfD in der Sachsen Arena in Riesa trägt eine Mütze mit dem Logo der Partei. 13. Januar 2019.
ein Teilnehmer einer Veranstaltung der Partei  AfD in der Sachsen Arena in Riesa trägt eine Mütze mit dem Logo der Partei. 13. Januar 2019. - SNA, 1920, 19.11.2021
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In Landkreisen, wo die Menschen am häufigsten die Alternative für Deutschland (AfD) wählen, sind laut einer neuen Studie die Infektionszahlen besonders hoch.
Die Studie wurde von Forschern des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt und des Helmholtz Zentrums München durchgeführt und am Freitag in der Zeitschrift für Rechtsextremismusforschung veröffentlicht.

Annahme: je mehr AfD-Anhänger, desto höher die Inzidenz

Die Annahme war, dass in Regionen, wo die rechtsradikalen Parteien besonders populär sind, maßnamenkritische Einstellungen weiter verbreitet sind und dadurch die Corona-Inzidenz steigt.
Sie bezog sich unter anderem auf die Vermutung des Ostbeauftragten der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, dass die Ablehnung von Infektionsschutzmaßnahmen, „Rebellion gegen die Infektionsschutzpolitik“ am Ende bei der Ausbreitung des Virus helfe. Darüber hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) bereits im Januar berichtet.
Die Maßnahmenablehnung sei insbesondere unter den AfD-Unterstützern verbreitet, denn diese Partei positioniere sich am deutlichsten gegen die Schutz- und Lockdownmaßnahmen, heißt es in dem von den Forschern veröffentlichten Papier.
Die Wissenschaftler untersuchten daher den Zusammenhang zwischen dem AfD-Zweitstimmenanteil bei der Bundestagswahl 2017 in Regionen und dem Anstieg von Corona-Infektionszahlen 2020.

Maßnahmenakzeptanz vom Vertrauen abhängig

Die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung, wie beispielsweise Hygiene-Maßnahmen und Mobilitätseinschränkungen, reduzierten das Infektionsgeschehen maßgeblich, so die Forscher, und dafür gebe es bereits viele Studien. Ohne die Akzeptanz von Maßnahmen steige das Infektionsrisiko. Da sie durch demokratisch legitimierte Institutionen gesetzt würden, hänge ihre Akzeptanz vom individuellen und kollektiven Vertrauen ab.
„Rechtspopulismus, Rechtsextremismus und Verschwörungsaffinität“, wobei man skeptisch zu demokratischen Institutionen sei oder sie ablehne, führten zu einer geringeren Bereitschaft zur Maßnahmenakzeptanz und daher zu steigenden Inzidenzwerten, so die Forscher.

Ergebnis: Klarer Zusammenhang zwischen AfD-Zweitstimmenanteil und Corona-Zahlen

Die Hypothese hat sich laut den Forschern bestätigt: In Regionen mit einem hohen AfD-Zweitstimmenanteil war der Anstieg der Infektionszahlen in den beiden Wellen 2020 höher als in Kreisen mit niedrigem AfD-Zweitstimmenanteil.
Das habe sich sowohl in Ost- als auch in West-Kreisen gezeigt. „Die gelegentlich vertretene Annahme, es handele sich bei dem Zusammenhang um ein spezifisch ostdeutsches Phänomen, kann anhand der Ergebnisse nicht bestätigt werden“, schreiben die Autoren. Für alle anderen Parteien im Bundestag konnten die Forscher keinen ähnlichen Effekt feststellen.
Die Ergebnisse bedeuteten jedoch nicht, dass alle AfD-Wähler gegen Corona-Maßnahmen verstoßen würden oder alle Maßnahmengegner AfD-Wähler seien, hieß es von den Wissenschaftlern. Da es sich um Daten auf Kreisebene handle, könne zu individuellen Motiven keine Aussage getroffen werden.
AfD-Logo ist auf einem Bildschirm während des Bundesparteitags in Bremen zu sehen (Archivbild) - SNA, 1920, 15.11.2021
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