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Sein letzter Wille: Stalins Urenkel besteht auf Exhumierung des sowjetischen Staatschefs

© AFP 2021 / ARCHIVEJosef Stalin
Josef Stalin - SNA, 1920, 19.11.2021
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Der Urenkel des sowjetischen Diktators Josef Stalin, Selim Bensaad, hat eine Umbettung des Leichnams des legendären Staatsoberhauptes beantragt. Seine Grabstätte befindet sich derzeit in der Nekropole an der Kremlmauer in Moskau. Laut dem Pressesprecher von Bensaad soll er nun auf dem Nowodewitschi-Friedhof begraben werden.
Demnach sollten die „historische Gerechtigkeit“ wiederhergestellt und der letzte Wille des sowjetischen Generalsekretärs erfüllt werden, heißt es. Auch wolle der Urenkel der Wahrheit auf die Spur kommen und herausfinden, was die wahre Todesursache Stalins gewesen sei, teilte der Sprecher mit.
Ferner erklärte der Sprecher, dass der Anwalt, der die Interessen von Joseph Stalins Urenkel Selim Bensaad vertritt, eine Erklärung zur Exhumierung der Überreste Stalins vorbereitet und an den Moskauer Kreml-Kommandantendienst geschickt habe.
Der Sprecher fügte hinzu, Stalin habe zu Lebzeiten wiederholt den Wunsch geäußert, nach seinem Tod auf dem Nowodewitschi-Friedhof beigesetzt zu werden, wo die Asche seiner zweiten Frau Nadeschda Alilluewa ruht. Nichtsdestotrotz sei sein Wille nicht erfüllt worden.
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Stalins Leiche „ohne Einwilligung“ umgebettet

In Übereinstimmung mit den Artikeln 1, 6, 7 des Föderalgesetzes „Über Bestattung und Bestattungsverfahren“ stellt die Russische Föderation Garantien „für die Bestattung des Verstorbenen unter Berücksichtigung des zu Lebzeiten geäußerten Willens und der Wünsche seiner Angehörigen“.

„Somit hat Stalins eigener Urenkel das Recht, die Willensumsetzung Stalins zu verlangen. In diesem Zusammenhang wurde heute (am Donnerstag – Anm. d. Red.) ein entsprechender Antrag an das Büro des Kommandanten des Moskauer Kremls gemäß dem im russischen Recht vorgesehenen Verfahren weitergeleitet“, erklärte der Pressesprecher.

1953 war der Sarg mit Stalins Leiche im Lenin-Mausoleum auf dem Roten Platz in Moskau aufgestellt worden. Später, im Jahre 1961, seien Stalins Überreste im Zuge der von Nikita Chruschtschow (Regierungschef der Sowjetunion zwischen 1958 und 1964 – Anm. d. Red.) durchgeführten Kampagne zur „Entlarvung von Stalins Personenkult“ heimlich am Fuße der Kremlmauer (dem Ehrenfriedhof hinter dem Mausoleum – Anm. d. Red.) ohne Einwilligung der Angehörigen umgebettet worden, zitierte Bensaads Vertreter den Anwalt.
Der Georgier Josef Wissarionowitsch Dschugaschwilli, später „Stalin“ (dt. „der Stählerne“) genannt, war sowjetischer Politiker und Feldherr. Stalin war in die Geschichte als Urheber einer 30-jährigen Gewaltherrschaft in der Sowjetunion, die auf Terror und Personenkult beruhte, eingegangen.
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Sein Name steht vor allem für den „Großen Terror“ (Stalins „Säuberungen“), Deportationen und Zwangsumsiedlungen sowie das Straflagersystem, in dessen Folge Millionen Menschen in den Ländern der ehemaligen UdSSR und Osteuropas ums Leben gekommen waren.
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