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Spürhunde können SARS-CoV-2 von 15 anderen viralen Atemwegsinfektionen unterscheiden – Studie

© REUTERS / KAI PFAFFENBACHEin Spürhund in Frankfurt
Ein Spürhund in Frankfurt  - SNA, 1920, 19.11.2021
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Medizinische Spürhunde können das Coronavirus Sars-CoV-2 mit hoher Genauigkeit von 15 anderen viralen Atemwegserregern unterscheiden.
Eine entsprechende Studie hat ein großes länderübergreifendes Forschungsteam unter der Leitung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr in der Fachzeitschrift „Frontiers in Medicine“ veröffentlicht.
Die Studie zeige erstmals, dass die Stoffe, die die Tiere bei Corona-Infizierten riechen würden, spezifisch für Sars-CoV-2 seien. Den Angaben zufolge riechen die Spürhunde nicht die Viren selbst, sondern flüchtige organische Verbindungen, die bei Stoffwechselvorgängen nach einer Virusinfektion entstehen.

Proben mit verschiedenen viralen Erregern getestet

„Es ist bekannt, dass infektiöse Atemwegserkrankungen spezifische flüchtige organische Verbindungen freisetzen können, und diese Studie zeigt, dass Hunde diese einzigartigen Muster flüchtiger organischer Verbindungen von Sars-CoV-2 erkennen können“, teilte Holger Volk, Professor und Leiter der Klinik für Kleintiere der TiHo, mit.
Um festzustellen, ob die Hunde SARS-CoV-2-Proben von anderen viralen Erregern der Atemwege unterscheiden können, setzte das Forschungsteam zwölf Spürhunde ein . Den Tieren wurden Speichel- und Abstrichproben sowie Proben von infizierten Zellkulturen vorgesetzt. Darin enthalten waren verschiedene virale Erreger: Sars-CoV-2, aber auch Grippe-Erreger, wie Influenza A und B, das Rhinovirus und andere Coronaviren wie etwa das Mers-Coronavirus. Als Kontrollproben dienten Speichel von gesunden Probanden und nicht infizierte Zellkulturen.
„In allen drei Testszenarien lagen die mittleren Spezifitäten über 90 Prozent, was darauf hindeutet, dass Hunde Sars-CoV-2-Infektionen von anderen Virusinfektionen unterscheiden können“, schrieben die Wissenschaftler in ihrer Studie. Die Spezifität bezieht sich auf den Nachweis negativer Kontrollproben.
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Bei der mittleren Sensitivität, die angibt, wie gut positive Proben nachgewiesen werden, seien im Vergleich zu früheren Studien in den drei Testszenarien jedoch geringere Werte erreicht worden. Damit Spürhunde zuverlässig Corona-Infektionen von anderen Atemwegsinfektionen unterscheiden könnten, sei es notwendig, eine Vielzahl von Proben verschiedener viraler Atemwegsinfektionen in das Geruchstraining der Hunde aufzunehmen, schrieben die Studienautoren.
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