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Um aus „Endlosschleife Corona“ herauszukommen: Söder plädiert für allgemeine Impfpflicht

© AFP 2021Markus Söder
Markus Söder - SNA, 1920, 19.11.2021
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Der bayerische Ministerpräsident, Markus Söder, setzt sich für eine allgemeine Impfpflicht ein. Auf einer Pressekonferenz am Freitag hat er schärfere Corona-Maßnahmen für Bayern angekündigt und sich dafür ausgesprochen, die Debatte über eine bundesweite Impfpflicht im nächsten Jahr durchzuführen.
„Das Corona-Drama geht weiter in die nächste Runde und hat unser Land Bayern, aber auch ganz Deutschland, tief getroffen. Die Lage ist leider erdrückend und spitzt sich immer weiter zu. Die Inzidenz läuft hoch und die Betten voll“, sagte der bayerische Ministerpräsident. Deshalb müssten schärfere Maßnahmen verhängt werden.
Dazu gehören das verschärfte System von 2G und 2G-Plus. „Das bedeutet de facto, dass Ungeimpfte keinen Zutritt haben und umgekehrt auch die Motivation, sich impfen zu lassen“. Discos, Nachtclubs und Bars sollen daher geschlossen werden und die Weihnachtsmärkte abgesagt.
In den Notregionen mit der Inzidenz von mehr als 1000 müssen laut Söder Gastronomie, Sport- und Kulturstätten geschlossen werden. Ausnahmen gebe es allerdings für Schulen und Kitas. Der Handel bleibe auch offen, aber die Quadratmeterzahl werde in den Notregionen auf 20 Quadratmeter pro Kunde erhöht, so Söder.

Mehr Möglichkeiten für Impfung erforderlich

Laut Söder soll es in Bayern mehr Möglichkeiten geben, eine Impfung zu bekommen. „Wir brauchen zum einen das maximale Booster-System und auch mehr Erst- und Zweitimpfungen.“ Er forderte die Impfzentren auf, mit voller Kapazität zu arbeiten und so viel und so weit wie möglich Impfstoffe zu verabreichen.

„2G wirkt mehr als die Frage, ob ein Test was kostet oder nicht. Man spürt es. Die Teilnahme am sozialen Leben und natürlich auch die zusätzliche Gefährdung motiviert sehr viele Menschen zu impfen“, betonte der Politiker.

Söder hofft auf allgemeine Impfpflicht für nächstes Jahr

„Wir hoffen sehr, dass der Bund eine Impfpflicht einführt“, sagte Söder. Für eine Impfpflicht für partielle Berufsbereiche sei gestern die Zusage gegeben worden.
Auch der bayerische Ethikrat habe ausdrücklich gesagt, eine partielle Impfpflicht sei sinnvoll, er halte aber eine allgemeine Impfpflicht für nicht ausgeschlossen, so Söder. Der Ministerpräsident erwartet jedoch eine Debatte um eine allgemeine Pflicht auf Bundesebene.

„Ich denke, wir müssen uns in Deutschland dieser Debatte noch einmal grundlegend stellen. Nicht jetzt, aber einfach für das nächste Jahr müssen wir überlegen, ob nicht eine weitergehende Impfpflicht notwendig ist, um aus dieser Endlosschleife Corona herauszukommen.“

Bis dann müssten die Argumente für das Impfen nochmal deutlich artikuliert werden, so Söder weiter. Darunter: Die Inzidenz bei Ungeimpften liege bei 1500, bei Geimpften nur bei 110. Außerdem sei die Sterberate bei Menschen, die nicht geimpft worden seien, um das Siebfache höher, als bei Geimpften.
Weihnachtsmarkt (Symbolbild) - SNA, 1920, 19.11.2021
Bayern verschärft Corona-Maßnahmen: Bars zu, auch Weihnachtsmärkte abgesagt
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