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Russland wird Augen nicht vor gröbsten Provokationen der Nato und EU verschließen – Lawrow

© SNA / POOL / Zur BilddatenbankSergej Lawrow und Ann Linde
Sergej Lawrow und Ann Linde - SNA, 1920, 19.11.2021
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Russland wird die Augen nicht vor den gröbsten Provokationen seitens der Nato- und EU-Länder, darunter auch vor der Förderung militaristischer Stimmungen in der Ukraine, verschließen. Das erklärte am Freitag der russische Außenminister Sergej Lawrow nach Verhandlungen mit seiner schwedischen Amtskollegin Ann Linde.
„Wir werden die Augen nicht vor jenen gröbsten Provokationen verschließen, die wir täglich seitens der Nato-Mitglieder und immer öfter seitens der EU beobachten, darunter auch nicht vor ihrem Versuch, den Militaristen in der Ukraine zuzuspielen, irgendwelche Übungs-Trainings-Militärmissionen für die Ukrainer zu organisieren, die ukrainische Armee auf dieselben Handlungen vorzubereiten, mit denen sie ständig droht, wobei sie erklärt, dass sie mit Gewalt den Donbass einnimmt, ohne sich die Erfüllung der Minsker Vereinbarungen zu wünschen, sowie sich an der Krim vergreift“, so Lawrow.
Putin bei Sitzung im Außenministerium - SNA, 1920, 18.11.2021
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Die kämpferische Rhetorik und Militärvorbereitungen in der Ukraine stoßen laut seinen Worten auf keine prinzipielle Bewertung seitens des Westens. Dabei betonte der Minister, dass Moskau zu einem Dialog mit dem Westen bereit sei.
„Wir sehen, was passiert. Aber ich versichere Ihnen, wir werden niemals zulassen, dass unsere gesetzlichen nationalen Interessen auf irgendeine Weise verletzt werden. Wir haben alles, um das zu garantieren.“

Aktuelle Spannungen zwischen Russland und dem Westen

Zuvor hatten sich die Verteidigungsminister Großbritanniens und der Ukraine in einer gemeinsamen Erklärung darauf verständigt, dass sie Russland zwar nicht feindselig gegenüberstehen wollten, aber über „dessen militärische Aktivitäten an der Grenze zur Ukraine“ besorgt seien.
Der britische Premierminister Boris Johnson (Archivfoto) - SNA, 1920, 18.11.2021
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Die Zeitung „Mirror“ hatte am 13. November unter Berufung auf mit der Situation vertraute Quellen berichtet, dass sich Großbritannien bereit erklärt habe, „aus Angst vor einer angeblich bevorstehenden russischen Invasion“, bis zu 600 Soldaten einer Spezialeinheit in die Ukraine zu verlegen.
Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, zeigte sich diese Woche ebenfalls besorgt über den Migrantenzustrom und die „ungewöhnlichen“ Aktivitäten der russischen Armee im Grenzgebiet zur Ukraine. Er schloss ein Eingreifen Russlands in der Ukraine nicht aus.
Das russische Außenministerium wies Berichte mehrerer westlicher Medien zurück, wonach Russland angeblich Truppen an der Grenze zur Ukraine stationiert haben soll. Der Kreml-Sprecher, Dmitri Peskow, erklärte, Russland verlege Truppen „innerhalb seines Territoriums und nach eigenem Ermessen“.
Der schwedische Minister Peter Hultqvist (Archivbild) - SNA, 1920, 17.11.2021
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Russland hat wiederholt Vorwürfe „aggressiver Aktionen“ des Westens und der Ukraine zurückgewiesen und erklärt, niemanden zu bedrohen. Zudem hieß es, dass Äußerungen über die „russische Aggression“ als Vorwand benutzt würden, um „mehr Nato-Militärausrüstung in der Nähe der russischen Grenzen zu stationieren“.
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Krim als Teil Russlands

Die Beziehungen zwischen Russland und den westlichen Ländern haben sich wegen der Lage in der Ukraine und um die Halbinsel Krim verschlechtert, die sich im Jahr 2014 nach einem Referendum wieder mit Russland vereinigt hatte.
Der Westen warf Russland Einmischung vor und verhängte Sanktionen gegen das Land. Moskau ergriff daraufhin Gegenmaßnahmen, strebt eine Importsubstitution an und hat wiederholt erklärt, dass es kontraproduktiv sei, mit ihm in der Sprache der Sanktionen zu sprechen. In letzter Zeit wird immer öfter in Europa die Auffassung vertreten, dass die Sanktionen gegen Russland aufgehoben werden müssten.
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