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Kein Testosteron-Grenzwert wehr: IOC macht Weg für Transgender-Athleten frei

© REUTERS / EDGARD GARRIDOErste Transgender-Sportlerin bei Olympia Laurel Hubbard (Archivbild)
Erste Transgender-Sportlerin bei Olympia Laurel Hubbard (Archivbild) - SNA, 1920, 19.11.2021
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Mit einem Beschluss des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) tritt ein neuer Regelrahmen in Kraft, der Transgender-Athleten den Zugang zu Wettbewerben erleichtern soll. Wichtigster Punkt ist der Wegfall des Testosteron-Grenzwerts.
Bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio war Gewichtheberin Laurel Hubbard als weltweit erste Transgender-Athletin an den Start gegangen. Die Zulassung der als Mann geborenen Neuseeländerin sorgte für kontroverse Diskussionen, denn gerade in einer Sportart, in der große physische Kraft erforderlich ist, könnte Hubbard unfaire Vorteile gegenüber ihren Konkurrentinnen haben.
Was Hubbard für ihre Qualifikation noch brauchte, wird ab März 2022 nicht mehr nötig sein: Das IOC hat seine Richtlinien gelockert, sodass keine Testosteron-Grenzwerte mehr eingehalten werden müssen. Mit der Regeländerung soll größtmögliche Inklusion gewährleistet werden. Die endgültige Entscheidung über die Zulassung von Transgender-Athleten überlässt das IOC jedoch den jeweiligen Weltverbänden. Die bloße Annahme eines Vorteils für Transgender-Athleten sei aber unzulässig, für Teilnahmebeschränkungen und -verbote bedürfe es klarer Beweise.
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Die neuen IOC-Regeln sind nicht unumstritten. So befürchten Kritiker, Transfrauen könnten wegen ihrer physischen Voraussetzungen gegenüber biologischen Frauen unfaire Wettbewerbsvorteile haben. So überrascht es auch nicht, dass beispielsweise der Leichtathletik-Weltverband seine geltenden Regeln nicht verändern will. „Alle Regeln bleiben, wie sie sind“, sagte Weltpräsident Sebastian Coe am Donnerstag nach dem digitalen Kongress von World Athletics. Auf den Strecken zwischen 400 Metern und einer Meile müssen Läuferinnen mit zu hohem Testosteronspiegel diesen künstlich senken, um ein Startrecht zu bekommen. Gegen diese Regelung hatte zuletzt die südafrikanische Läuferin Caster Emenya vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas geklagt und verloren. Nun ist die zweifache Olympiasiegerin laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gezogen.
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