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Hongkong eröffnet Jagd auf Wildschweine – bereits sieben Tiere getötet

© REUTERS / TYRONE SIUBeamte in Hongkong legen Futter aus, um Wildschweine anzulocken, die später eingefangen eingeschläfert werden sollen
Beamte in Hongkong legen Futter aus, um Wildschweine anzulocken, die später eingefangen eingeschläfert werden sollen - SNA, 1920, 19.11.2021
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Hongkong haten eine Kampagne zur Reduzierung der Zahl der Wildschweine in den städtischen Gebieten eingeleitet, nachdem ein Tier letzte Woche einen Polizisten gebissen hatte. Dies berichtete die Behörde für Landwirtschaft, Fischerei und Naturschutz (AFCD).
Demnach wurde ein Einsatz in einem Stadtviertel durchgeführt, in dem nach Angaben der Behörden einige Anwohner beim Füttern von Wildschweinen gesichtet worden waren. Am späten Mittwochabend seien sieben Wildschweine gefangen und eingeschläfert worden.
Laut der Behörde für Landwirtschaft, Fischerei und Naturschutz (AFCD) setzten Tierärzte Betäubungsgewehre ein, um die Wildschweine zu fangen, die dann „auf humane Weise durch Injektion von Medikamenten getötet“ wurden.
In dem betroffenen Wohngebiet, das weniger als 30 Autominuten vom Zentrum des Finanzdistrikts entfernt sei, sei es für Wildschweine üblich, „die Straße entlang zu wandern und bei Passanten nach Futter zu suchen oder sogar Fahrzeuge zu jagen“, teilte die AFCD mit.
Der Einsatz folgte einem Übergriff von letzter Woche, als ein Wildschwein einen Polizisten niedergestoßen und ihm ins Bein gebissen hatte. Daraufhin kündigte die AFCD an, dass Wildschweine in städtischen Gebieten „regelmäßig eingefangen und auf humane Weise getötet werden sollen, um ihre Zahl und die Belastung durch sie zu verringern“.
Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam drohte damit, die Strafen für diejenigen zu verschärfen, die die Tiere fütterten. Sie verstehe, dass viele in Hongkong wilde Tiere liebten, sagte sie am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Jedoch müsse die Gesellschaft die Sicherheit der Einwohner gewährleisten. Nach Lams Angaben gab es in den letzten Jahren etwa 30 Angriffen von Wildschweinen auf Menschen.
Die Tierschützer kritisierten die Änderung des Umgangs mit Wildschweinen. Bisher hatten Hongkongs Behörden die Tiere eingefangen, sterilisiert und in abgelegene, unbesiedelte Gebiete befördert. Nach Angaben der Regierung leben in der Stadt rund 3000 Wildschweine. Die Spezies gilt als nicht gefährdet.
Windschweine (Symbolbild) - SNA, 1920, 18.10.2021
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„Wir sind mit der Regierung in einem Punkt einverstanden, nämlich, dass Menschen Wildtiere nicht füttern sollten“, zitiert die Nachrichtenagentur AFP einen Sprecher der Hong Kong Wild Boar Concern Group. „Aber wir sollten die Tiere nicht in die Verantwortung nehmen“.
Die Hongkonger Tierschutzorganisation Society for the Prevention of Cruelty to Animals erklärte, sie lehne den AFCD-Einsatz und jede tödliche Maßnahme zur Kontrolle der Population der Wildschweine in der Stadt entschieden ab.
Nach Angaben der Organisation Hong Kong Animal Post haben mehr als 70.000 Menschen eine Online-Petition unterschrieben, die die Regierung auffordert, ihre Tötungspolitik gegenüber den Wildschweinen aufzuheben. Die Petiton war am Montag von 13 Tierschutzeinrichtungen ins Leben gerufen worden.
Unter anderem wurden in Hongkong Wildschweine in U-Bahn-Zügen gesichtet. Auch wurden Fälle gemeldet, wo die Tiere an Fußgängerübergängen am Hafen warteten, bis die Ampel auf Grün schaltete.
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