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Kennt Situation im Osten „am besten“: Haseloff unterstützt Merz-Kandidatur für CDU-Vorsitz

© AP Photo / Jens MeyerDer CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz (Archivfoto)
Der CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz (Archivfoto) - SNA, 1920, 19.11.2021
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Im Rennen um den CDU-Vorsitz hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff die Kandidatur des früheren Unionsfraktionschefs Friedrich Merz begrüßt. Haseloff sieht deutliche Parallelen zwischen der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel und Merz – vor allem wissen ihm zufolge beide, wie der Osten tickt.
Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur beteuerte Haseloff, dass es immer eine Präferenz in Richtung Friedrich Merz gegeben habe, „weil er die Situation im Osten am besten kennt“.
Der Ministerpräsident, der den CDU-Vorsitz-Kandidaten nach eigenen Angaben seit 15 Jahren kennt, führt das auf die berufliche Tätigkeit von Merz zurück: Als Aufsichtsrat einer Papierfabrik in Leuna sei er „oft hier“ und wisse, „was Ostwirtschaft heißt“.
Kritik daran, dass niemand aus den östlichen Bundesländern und auch keine Frau für den Parteivorsitz kandidiere, wies der CDU-Politiker zurück.
„Wir hatten doch 18 Jahre jemanden aus dem Osten, eine Frau, die als unsere Bundeskanzlerin die Bundesrepublik Deutschland regierte“, sagte Haseloff und fügte hinzu: „Wir wollen doch auch dem Westen wieder eine Chance geben.“
Nötig sei an der Parteispitze eine Mischung. „Es muss auch Leute geben, die wissen, wie man Krise managt.“
Haseloff verwies aber vor allem auf die starken 37,1 Prozent für die CDU bei der Landtagswahl im Juni. Das zeige, so der Politiker, dass man im Osten gewinnen könne – „sehr gut gewinnen sogar“. Das liege auch an Erfolgen seiner nunmehr zehnjährigen Amtszeit, sagte der Ministerpräsident.
Man hat uns und unsere Koalitionen verlässlich regieren sehen.“
Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet - SNA, 1920, 02.11.2021
CDU will personelle Neuaufstellung im Januar abschließen

Neuaufstellung der CDU

Die CDU hatte bei der Bundestagswahl am 26. September in den fünf östlichen Bundesländern noch deutlich schlechter abgeschnitten als im Westen.
Bundesweit sackten CDU/CSU im Vergleich zu 2017 um 8,8 Punkte auf 24,1 Prozent ab – in Ostdeutschland waren es minus 10,3 Punkte auf 17,1 Prozent. In Thüringen und Sachsen lag die CDU mit rund 17 Prozent weit hinter der AfD, die dort stärkste Kraft wurde. In Sachsen-Anhalt war das CDU-Ergebnis mit 21 Prozent der Zweitstimmen etwas besser.
CDU-Parteichef Armin Laschet war erst im vergangenen Januar zum Vorsitzenden gewählt worden. In den letzten Wochen legte er sein Amt als Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens und als Landes-CDU-Chef nieder, um das Mandat des Bundestagsabgeordneten anzunehmen. Bis der neue Vorsitzende gewählt wird, bleibt Laschet jedoch vorübergehend im Amt.
Neben Merz haben der Außenpolitiker Norbert Röttgen und der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun ihre Kandidatur für die Nachfolge von Armin Laschet angekündigt. Der neue Vorsitzende soll bei einer im Dezember geplanten Mitgliederbefragung am 21. Januar von den 1001 Delegierten eines Parteitags in Hannover gewählt werden.
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