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„Große Ehre“ und „tiefe Demut“: Bundespräsident Steinmeier in New York mit Leo-Baeck-Medaille geehrt

© REUTERS / POOLBundespräsident Frank-Walter Steinmeier
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier - SNA, 1920, 19.11.2021
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist in New York für seinen Einsatz für den Erhalt und die Förderung jüdischen Lebens in Deutschland mit der Leo-Baeck-Medaille ausgezeichnet worden. Darüber berichten deutsche Medien am Freitag.
„In einer Zeit, in der zu viele Staats- und Regierungschefs der Welt schweigen, gibt es einen Mann, der deutlich und mit großer moralischer Klarheit spricht – und das sind Sie, Herr Präsident“, erklärte Ronald Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses, am Donnerstagabend (Ortszeit) im New Yorker Leo-Baeck-Institut in seiner Laudatio.
Die Auszeichnung sei eine „große Ehre“ und erfülle ihn mit „tiefer Demut“, sagte Steinmeier laut einem Redemanuskript. „Unsere Verantwortung vor der Geschichte ist Teil unserer Identität. Sie kennt keinen Schlussstrich und keine Relativierung“. Mit Blick auf judenfeindliche Angriffe wie den Anschlag auf die Synagoge in Halle 2019 sagte Steinmeier, es schmerze und beschäme ihn, dass ausgerechnet in Deutschland sich der Antisemitismus „in den letzten Jahren wieder viel offener, viel unverhohlener zeige“.
„Wir dürfen in Deutschland keinen Antisemitismus dulden! Dafür werde ich weiter kämpfen, als Staatsoberhaupt dieses Landes und als Mensch“, sagte der Präsident.
Die nach dem liberalen deutschen Rabbiner Leo Baeck (1873–1956) benannte Medaille wird seit 1978 an Personen verliehen, die sich in besonderer Weise um die deutsch-jüdische Aussöhnung verdient gemacht haben. Frühere Preisträger waren unter anderem die derzeit noch geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel, Ex-Außenminister Joschka Fischer und Steinmeiers Vorgänger Joachim Gauck.
Steinmeier war mit seiner Frau Elke Büdenbender nach New York gereist. Gemeinsam hatten sie am Donnerstagmorgen bereits das Mahnmal und Museum zum Gedenken an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 im Süden Manhattans besucht.
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