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Estland verhängt zeitweiliges Flugverbot im Raum russischer Grenze

© SNA / Sergej KompanijtschenkoDer estnische Stadt Narva (l) und die russische Stadt Iwangorod. Vorne: die ehemalige "Freundschaftsbrücke" über den Fluss Narva, durch den der Großteil der russisch-estnischen Grenze verläuft (Archiv)
Der estnische Stadt Narva (l) und die russische Stadt Iwangorod. Vorne: die ehemalige Freundschaftsbrücke über den Fluss Narva, durch den der Großteil der russisch-estnischen Grenze verläuft (Archiv) - SNA, 1920, 19.11.2021
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Wegen des Baus eines Schutzzauns an der Grenze zu Russland hat das EU- und Nato-Land Estland ein zeitweiliges Flugverbot in seinem Grenzraum verhängt. Wie der Pressedienst des Verkehrsdepartements der baltischen Republik am Freitag mitteilte, soll der Zaun die EU-Außengrenze vor „hybriden Attacken“ schützen.

„Bemannte und unbemannte Flüge, welcher Apparate auch immer, über dem Gebiet sind für den Zeitraum zwischen dem 19. und dem 26. November untersagt. Das Verbot hängt mit Aktivitäten der Verteidigungskräfte, der Polizei und des Grenzschutzes zur Festigung der estnisch-russischen Grenze zusammen“, hieß es in der Mitteilung.

Am vergangenen Mittwoch hatte die Regierung in Tallinn 1684 Reservisten zum außerplanmäßigen Manöver „Okas-2021“ (dt.: Stachel) einberufen. Im Ramen des Manövers sollen die Reservisten an einem etwa 40 Kilometer langen Abschnitt der estnisch-russischen Landgrenze einen Drahtzaun bauen.
Ihre Entscheidung führten die estnischen Behörden auf die Migrationskrise an der weißrussisch-polnischen Grenze zurück, wo Tausende Flüchtlinge aus arabischen Ländern seit eineinhalb Wochen auch bei Minusgraden in der Hoffnung auf einen Einlass auf das Territorium der Europäischen Union ausgeharrt hatten.
Stacheldraht (Symboldfoto) - SNA, 1920, 17.11.2021
Schutz vor „Hybridattacken“: Estland will Drahtsperren an Grenze zu Russland

Migrationskrise an weißrussisch-polnischer Grenze

Am Freitag räumten die weißrussischen Behörden das Zeltlager in unmittelbarer Nähe zur polnischen Grenze, nachdem die meisten Flüchtlinge im leerstehenden Lagerraum eines Logistikzentrums in der Siedlung Brusgi unweit der polnischen Grenze untergebracht worden waren.
Die Lage hat sich nach Darstellung der Behörden etwas entspannt, wenngleich es weiterhin an Nahrung, Trinkwasser und Hygienemitteln mangelt. Die meisten Migranten wollen nach Deutschland. Die polnischen Grenzer lassen niemanden durch. Ein Teil der Migranten wurde in ihre Heimatländer ausgeflogen. Eine radikale Lösung des Flüchtlingsproblems in der Region ist nicht in Sicht.
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