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Hochrangige deutsche Diplomaten verhandeln erstmals mit Taliban in Afghanistan

© AP Photo / Muhammad FarooqDer amtierende MInister der Taliban-Regierung, Amir Chan Mutaki (Archivbild)
Der amtierende MInister der Taliban-Regierung, Amir Chan Mutaki (Archivbild) - SNA, 1920, 19.11.2021
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Erstmals seit der Machtergreifung der Taliban* in Afghanistan vor drei Monaten haben zwei hochrangige deutsche Diplomaten und ein niederländischer Amtskollege am Donnerstag Kabul besucht, wo sie Gespräche mit der Taliban-Regierung führten.
Wie das Auswärtige Amt mitteilte, besuchten die afghanische Hauptstadt der Sonderbeauftragte der Bundesregierung für Afghanistan und Pakistan, Jasper Wieck, der niederländische Afghanistan-Sondergesandte, Emiel de Bont, und der designierte deutsche Botschafter in Afghanistan, Markus Potzel.
Es ging um Fragen, „in denen eine praktische Zusammenarbeit sowohl erforderlich als auch möglich ist“. Insbesondere gelte das bei der Bewältigung der humanitären Notlage der afghanischen Bevölkerung.
Die Taliban-Regierung bekannte sich laut dem Auswärtigen Amt dazu, humanitären Helfern einen „sicheren und ungehinderten Zugang zu hilfsbedürftigen Gemeinschaften und Menschen zu gewährleisten“. Deutschland und die Niederlande bekräftigten ihre Bereitschaft, der afghanischen Bevölkerung, gerade mit Blick auf den nahenden Winter, umfangreiche humanitäre Hilfe zu leisten.
Die Möglichkeit, zusätzlich zur humanitären Hilfe die Grundversorgung zu unterstützen, sei vor allem mit Blick auf den Bildungs- und Gesundheitssektor besprochen worden. Die Vertreter der Taliban-Regierung hätten ihr Verständnis dafür gezeigt, „dass der gleichberechtigte Zugang von Mädchen und Jungen zu Bildung eine nationale Notwendigkeit für Afghanistan darstellt“. Insbesondere ging es um das allgemeine Recht auf Grund- und Sekundarschulbildung bis zur 12. Klasse und die Notwendigkeit, dass Lehrerinnen ihre überaus wichtige Arbeit von Klasse eins bis Klasse zwölf wahrnehmen könnten. Derzeit ist den meisten Schulmädchen der Klassen sieben bis zwölf die Teilnahme am Unterricht untersagt. Die meisten Frauen im öffentlichen Dienst dürfen seit der Machtübernahme der Taliban nun nicht mehr arbeiten.
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Die Taliban hätten sich außerdem zu der von ihnen bei der Machtübernahme verkündeten Generalamnestie für ihre Gegner bekannt und erneut all jenen Afghanen freie Ausreise zugesichert, die das Land verlassen wollten. Um dies zu ermöglichen, sei praktische Zusammenarbeit notwendig, betonte das Auswärtige Amt.
„Wir haben die Zusagen zur Kenntnis genommen. Ein weiteres Engagement hängt von deren Umsetzung ab“, teilte das Auswärtige Amt mit. Die Delegation dankte laut der Mitteilung dem Golf-Emirat Katar für die Unterstützung bei dem Besuch.
*Die Organisation ist wegen Terror-Aktivitäten mit UN-Sanktionen belegt
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