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„Wir sind für alles gerüstet“: Ukraine entsendet 8500 Polizisten an Grenze zu Belarus

© SNA / Wiktor TolotschkoWeißrusslands Grenze zu Polen
Weißrusslands Grenze zu Polen - SNA, 1920, 18.11.2021
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Die Regierung in Kiew hat ihre Sorge über eine mögliche Umleitung der Flüchtlinge von der belarussisch-polnischen Grenze Richtung Ukraine zum Ausdruck gebracht und in diesem Zusammenhang einen „Notstand“ nicht ausgeschlossen. Darüber sprach der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Laut dem Diplomaten besteht die Gefahr, dass eingeschleuste Migranten von der belarussisch-polnischen Grenze an die Grenze zur Ukraine umgeleitet werden. Die Ukraine habe nun mehr als 8500 Polizisten, Nationalgardisten und Grenzschutzbeamte in die Grenzregion entsandt.
„Das ist nur der Anfang. Möglicherweise wird auch der Notstand ausgerufen. Wir sind für alles gerüstet“, sagte Melnyk.
Die Grenze zwischen der Ukraine und Belarus sei mehr als 1000 Kilometer lang und bestehe aus schwer zu kontrollierenden Sümpfen und Wäldern.
„Wir haben die Sorge, dass dieses Gebiet für mögliche Provokationen genutzt werden kann“, fuhr Melnyk fort.
Ihm zufolge ist die aktuelle Migrantenkrise von dem belarussischen Machthaber, Alexander Lukaschenko, und Kremlchef Wladimir Putin „inszeniert, um die Militäraktivitäten Russlands vor der Ostgrenze der Ukraine und im Donbass zu verschleiern“.

Melnyk sieht Risiko russischer Invasion

Die Europäische Union und die USA haben sich zuvor beunruhigt über russische Truppenbewegungen im Grenzgebiet zur Ukraine gezeigt. Die Vereinigten Staaten hatten am vorigen Donnerstag von Moskau Aufklärung über „ungewöhnliche“ Aktivitäten der Armee im Grenzgebiet zur Ukraine gefordert.
Somit wird die Sorge darüber, dass Russland in der Ukraine militärisch eingreifen könnte, immer größer. Dazu hat Melnyk gestern gegenüber deutschen Medien ebenso Stellung genommen und erklärte, dass „noch nie seit 2014, als die Russen die Krim und Teile der Ostukraine mit Waffengewalt besetzt haben“, die Gefahr eines neuen, groß angelegten Einmarsches „akuter als dieser Tage“ gewesen sei.
Dabei hat der Politiker auf „eine massive Verstärkung der russischen Truppenkonzentration“ verwiesen, die angeblich ins Visier der ukrainischen und westlichen Nachrichtendienste geraten sein sollen. Konkret ginge es um 114.000 russische Soldaten, die „vor der Ostgrenze der Ukraine und im besetzten Donbass“ stünden.
Andrej Melnyk (Archivbild) - SNA, 1920, 17.11.2021
„Alarmstufe dreimal Rot“: Ukrainischer Botschafter in Berlin warnt vor russischer Invasion
Infolgedessen hat der Botschafter die deutsche Regierung gebeten, „harte Signale“ an Putin zu senden und „viel schärfere“ Sanktionen einzuführen – wie etwa „ein Embargo von russischen Öl- und Gasimporten“ sowie den Stopp von der Ostseepipeline Nord Stream 2 „als Hauptwaffe des Kreml“.
Auch US-Außenminister Antony Blinken hat Russland vor einem „schwerwiegenden Fehler“ gewarnt und der Ukraine volle Unterstützung für die „Souveränität, Unabhängigkeit und die territoriale Integrität“ im Namen der USA zugesprochen.
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