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Russischer Ölkonzern Rosneft übernimmt Raffinerie in Schwedt

© AP Photo / Mikhail MetzelRosneft-Logo
Rosneft-Logo - SNA, 1920, 18.11.2021
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Dem russischen Energiekonzern Rosneft soll bald der Großteil der Erdölraffinerie PCK im brandenburgischen Schwedt gehören. Rosneft hat das Vorkaufsrecht auf den Erwerb von 37,5 Prozent der Anteile an der Raffinerie von Shell ausgeübt. Der Transaktion müssen noch die Regierung und die Aufsichtsbehörden zustimmen.
Durch den Kauf wird Rosneft seinen Anteil an Petrolchemischen Kombinat in Schwedt im Nordosten Brandenburgs von 54,17 Prozent auf 91,67 Prozent erhöhen. Rosneft-CEO Igor Setschin bemerkte dazu:

„Die Erhöhung des Anteils an der PCK-Raffinerie ist ein Beweis für die strategische Bedeutung, die der deutsche Markt für Rosneft besitzt. Das Unternehmen setzt auf langfristige Beziehungen zu seinen deutschen Partnern, sorgt für eine pünktliche und verlässliche Versorgung mit Rohstoffen und modernisiert wichtigere Raffinerieanlagen.“

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) wertete die stärkere Beteiligung des russischen Erdöl-Multis als „gute Nachricht“. „Das Bekenntnis des Unternehmens zum Standort Schwedt ist zugleich ein Vertrauensbeweis gegenüber dem Land Brandenburg als Industriestandort“, teilte der Regierungschef laut Deutscher Presse-Agentur mit.

„Damit sind der Standort und auch viele Arbeitsplätze langfristig gesichert.“

Rosneft Nummer Drei auf dem deutschen Markt

Rosneft ist der größte russische Ölproduzent. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist Aufsichtsratschef. Der Konzern ist auf dem deutschen Ölraffineriemarkt bisher der drittgrößte Akteur. Dem Erdöl-Multi gehören neben dem PCK Schwedt Anteile an der Miro-Raffinerie in Karlsruhe und der Bayernoil-Raffinerie in Vohburg (Bayern). Die deutsche Tochtergesellschaft managt sowohl die Versorgung der Raffinerien mit Ural-Rohöl über die Druschba-Pipeline aus Russland, als auch den Verkauf von Erdölprodukten.
In der Brandenburger Raffinerie werden nach Unternehmensangaben jährlich etwa zwölf Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet – beispielsweise zu Diesel, Benzin und Heizöl. Die Pipeline „Druschba“ (Freundschaft) deckt nach Angaben der Raffinerie 25 Prozent des derzeitigen Rohölbedarfs Deutschlands ab.
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Investitionen in die Zukunft

PCK ist eine der technisch komplexesten Raffinerien in Deutschland. In dem modernen, rund 120 Kilometer nordöstlich von Berlin, unweit der polnischen Grenze gelegenen Petrolchemischen Kombinat arbeiten rund 3000 Mitarbeiter. Damit ist Rosneft mit Abstand der größte Arbeitgeber in der Region. Die PCK-Raffinerie versorgt zu 95 Prozent die Räume Berlin, Brandenburg und West-Polen mit Benzin, Diesel, Flugturbinenkraftstoff und Heizöl.
Laut Rosneft-CEO Setschin plant Rosneft „unter anderem durch die Umsetzung CO2-armer Projekte unter Berücksichtigung der aktuellen Umweltagenda der EU, die technologische Führungsrolle der Raffinerie zu stärken. Das Unternehmen entwickelt bereits Projekte, die auf die Produktion sauberer Kraftstoffe, wie zum Beispiel „grüner“ Wasserstoff und nachhaltiger Flugkraftstoff, abzielen. Die Arbeit in dieser Richtung wird fortgesetzt.“
In Schwedt wird es am Donnerstag deshalb eine Aufsichtsratssitzung geben. Anschließend soll die Öffentlichkeit in einer Pressekonferenz informiert werden, wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) meldet.
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