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Putin: Westen instrumentalisiert Migrationskrise, um Weißrussland unter Druck zu setzen

© AFP 2021 / LEONID SHCHEGLOV / BELTA / AFPMigranten-Unterkunft in einem Logistikzentrum auf weißrussischem Territorium unweit der Grenze zu Polen. Grenzübergang Brusgi, 18. November 2021
Migranten-Unterkunft in einem Logistikzentrum auf weißrussischem Territorium unweit der Grenze zu Polen. Grenzübergang Brusgi, 18. November 2021 - SNA, 1920, 18.11.2021
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Länder des Westens instrumentalisieren die Migrationskrise, um den Druck auf Weißrussland aus Sicht des russischen Präsidenten, Wladimir Putin, noch weiter zu verstärken.
„Man kann nicht umhin zu sehen, dass westliche Länder die Migrationskrise an der weißrussisch-polnischen Grenze missbrauchen, um einen neuen Anlass zum Schüren von Spannungen zu finden. Dabei setzen sie sich über eigene Verpflichtungen in der humanitären Sphäre hinweg“, sagte der russische Staatschef am Donnerstag in einer Sitzung des Kollegiums des Außenministeriums in Moskau.

Scharfe Kritik an Polen

Scharfe Kritik übte Putin an Polen, dessen Grenzsoldaten und Sicherheitskräfte an der Grenze zu Weißrussland Gewalt gegen Flüchtlinge, darunter auch Kinder, anwendeten.
Dort gebe es unter anderem Kleinkinder, auch sie würden mit Wasser übergossen. Polnische Sicherheitskräfte setzten Tränengasgranaten ein. Putin erinnerte daran, dass nachts entlang der Grenze polnische Hubschrauber flögen und Sirenen heulten.

Polen misst mit zweierlei Maß

„2014 hatte die polnische Führung versucht, den Einsatz (derartiger Mittel) in der Ukraine unter Präsident Viktor Janukowitsch zu verhindern, weil ‚derartige Mittel gegen die Zivilbevölkerung nicht angewendet werden dürfen‘. Und was tun sie jetzt selber?“, fragte Putin.

Migrationskrise an weißrussisch-polnischen Grenze

Europa wirft Weißrusslands Präsident, Alexander Lukaschenko, vor, die Krise um die Migranten künstlich herbeigeführt zu haben, um Druck auf die EU auszuüben. Er hatte als Reaktion auf die europäischen Sanktionen gegen sein Land im Sommer angekündigt, keine Migranten auf dem Weg in die EU mehr aufzuhalten. Zuletzt hatte Lukaschenko aber betont, er habe nichts mit der Vielzahl der Ankömmlinge zu tun.
Alexander Lukaschenko spricht während seines Besuchs nach Moskau (Archivbild) - SNA, 1920, 15.11.2021
Kein Korridor durch Polen? Weißrussland könnte Migranten mit Belavia-Maschinen nach München bringen
Unterdessen harren an der weißrussisch-polnischen Grenze einige Tausend Flüchtlinge aus dem Nahen Osten aus, nachts auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Mehrere wurden am Dienstag von der weißrussischen Seite in einer in einem Logistikzentrum eingerichteten Unterkunft einquartiert.
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