Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Nach Telefonat zwischen Merkel und Lukaschenko: EU kommt ihren Verpflichtungen nicht nach – Minsk

© SNA / Dmitri Winogradow / Zur BilddatenbankAuf dem Heimweg: Irakische Migranten im Flughafen Minsk
Auf dem Heimweg: Irakische Migranten im Flughafen Minsk - SNA, 1920, 18.11.2021
Abonnieren
Die Sprecherin des weißrussischen Präsidenten, Natalja Ejsmont, hat der europäischen Union vorgeworfen, die Verpflichtungen zur Lösung der Migrationskrise an der Grenze zwischen Weißrussland und Polen nicht zu erfüllen. Diese soll die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Präsident Alexander Lukaschenko vereinbart haben.
„Was den heutigen Tag anbetrifft, kommen wir bereits unseren Verpflichtungen nach“, sagte Ejsmont am Donnerstag. „Leider sind nur etwa 400 Flüchtlinge auf den Vorschlag eingegangen, in ihre Heimatländer zurückzukehren. Um genau zu sein, befanden sich 374 Passagiere in dem Flugzeug, das heute (in den Irak – Anm. d. Red.) abflog, vor allem waren das irakische Staatsbürger“, wurde Ejsmont von der Nachrichtenagentur Belta zitiert.
Lukaschenko habe bei seinem ersten Telefongespräch zur Regelung der jüngsten Migrationskrise, das er mit der geschäftsführenden deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel geführt habe, einen Mechanismus vorgeschlagen, der die Bildung eines humanitären Korridors für einen Teil der Flüchtlinge vorsehe – sowie die Hilfe von Minsk bei der Beförderung der übrigen Migranten zurück in ihre Heimatländer, sagte die Sprecherin.
Polens Premierminister Mateusz Morawiecki - SNA, 1920, 18.11.2021
Belarus-Migranten: Polens Ministerpräsident befürchtet „Millionen“ Zuwanderer
„Die Europäische Union schafft einen humanitären Korridor für 2000 Flüchtlinge, die sich im (improvisierten) Lager (nahe der Grenze zu Polen – Anm. d. Red.) befinden. Wir verpflichten uns, die anderen 5000 Personen bei der Rückkehr in ihre Heimatländer zu unterstützen, sofern dies möglich ist und von ihnen gewünscht wird“, so Ejsmont.
Inzwischen habe die Europäische Union im Gegensatz zu Minsk noch nicht einmal Verhandlungen auf Expertenebene aufgenommen, wie es der weißrussische Präsident und die amtierende deutsche Bundeskanzlerin bei ihrem zweiten Telefongespräch zur Regelung der Migrationskrise vereinbart hätten, monierte die Sprecherin.
Transport-Logistik-Zentrum an der weißrussisch-polnischen Grenze - SNA, 1920, 18.11.2021
Weißrussisch-polnische Grenze: Erster Corona-Fall in Migranten-Unterkunft gemeldet
Zuvor hatte Lukaschenko bei einem Telefongespräch mit Merkel Wege zur Bekämpfung der Migrationskrise an der weißrussisch-polnischen Grenze vorgeschlagen. Merkel legte eine Pause ein, um die Angelegenheit mit europäischen Partnern zu besprechen. Bei einem weiteren Telefonat am Mittwoch einigten sich die beiden Seiten über Maßnahmen zur Regelung der Migrantenkrise.
Der weißrussische Präsident und die amtierende deutsche Bundeskanzlerin verständigten sich darauf, dass das Problem auf der Ebene von Weißrussland und der EU behandelt werden solle. Zuständige Amtsträger beider Seiten sollten umgehend Gespräche zur Lösung der vorhandenen Probleme aufnehmen.
Medienberichten zufolge hat Merkel finanzielle Hilfen für Belarus im Zusammenhang mit der Migrationskrise nicht ausgeschlossen.
Migranten an der polnisch-weißrussischen Grenze - SNA, 1920, 18.11.2021
Auf dem Weg in den Untergang: Die Kriegsgefahr wächst von Tag zu Tag
Letzte Woche hatten mehr als 2000 Migranten ein improvisiertes Lager an der weißrussischen Grenze zu Polen errichtet. Am Montag begaben sich die Flüchtlinge direkt zu einem Grenzübergang an der weißrussisch-polnischen Grenze, und am Dienstag versuchten sie, die Grenze zu durchbrechen. Der Versuch wurde jedoch von polnischen Sicherheitskräften verhindert.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала