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„Wäre ein tragischer Fehler“: Johnson warnt Russland vor „militärischem Abenteuer“ nahe Ukraine

© SNA / Justin Griffits-UilliamsDer britische Premierminister Boris Johnson (Archivfoto)
Der britische Premierminister Boris Johnson (Archivfoto) - SNA, 1920, 18.11.2021
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Der britische Premierminister Boris Johnson hat Russland eindringlich vor einem „militärischen Abenteuer“ nahe der ukrainisch-polnischen Grenze gewarnt. Ihm zufolge wäre dies ein „tragischer Fehler“. Darüber berichten mehrere englischsprachige Medien übereinstimmend.
Angesichts wachsender Sorgen im Westen und in den USA über russische Militärbewegungen an der ukrainischen Grenze schlug Johnson in einer Sitzung mit einem parlamentarischen Kontrollausschuss ernste Töne an.
Laut dem britischen Premier muss dafür gesorgt werden, dass „jeder versteht, dass die Kosten der Fehlkalkulationen an den Grenzen sowohl zu Polen als auch zur Ukraine enorm sein werden“, sagte Johnson vor einem Gremium und fügte hinzu:
„Ich denke, es wäre ein tragischer Fehler, wenn der Kreml glaubt, dass durch ein militärisches Abenteuer Gewinne erzielt werden können.“

Spannungen zwischen Westen und Russland

Zuvor hatten sich die Verteidigungsminister Großbritanniens und der Ukraine in einer gemeinsamen Erklärung darauf verständigt, dass sie Russland zwar nicht feindselig gegenüberstehen wollten, aber über „dessen militärische Aktivitäten an der Grenze zur Ukraine“ besorgt seien.
Die Zeitung „Mirror“ hatte vorige Woche unter Berufung auf mit der Situation vertraute Quellen berichtet, dass sich Großbritannien bereit erklärt habe, „aus Angst vor einer angeblich bevorstehenden russischen Invasion“, bis zu 600 Soldaten einer Spezialeinheit in die Ukraine zu verlegen.
Laut einem ranghohen britischen Militäroffizier, den das Blatt zitiert, ist die Gefahr eines versehentlichen Kriegsausbruchs zwischen dem Westen und Russland momentan größer als „je zuvor seit dem Kalten Krieg“.
Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, zeigte sich diese Woche ebenfalls besorgt über den Migrantenzustrom und die „ungewöhnlichen“ Aktivitäten der russischen Armee im Grenzgebiet zur Ukraine. Demnach befürchtet er, dass eingeschleuste Migranten von der belarussisch-polnischen Grenze an die Grenze zur Ukraine umgeleitet werden könnten. Auch ein Eingreifen Russlands in der Ukraine schloss er nicht aus.
Ihm zufolge ist die aktuelle Migrantenkrise von dem belarussischen Machthaber, Alexander Lukaschenko, und Kremlchef Wladimir Putin „inszeniert, um die Militäraktivitäten Russlands vor der Ostgrenze der Ukraine und im Donbass zu verschleiern“.
Migranten an der weißrussisch-polnischen Grenze - SNA, 1920, 17.11.2021
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Russland weist Vorwürfe zurück

Das russische Außenministerium wies Berichte mehrerer westlicher Medien zurück, wonach Russland angeblich Truppen an der Grenze zur Ukraine stationiert haben soll. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärte, Russland verlege Truppen „innerhalb seines Territoriums und nach eigenem Ermessen“.
Russland hat wiederholt Vorwürfe „aggressiver Aktionen“ des Westens und der Ukraine zurückgewiesen und erklärt, niemanden zu bedrohen. Zudem hieß es, dass Äußerungen über die „russische Aggression“ als Vorwand benutzt würden, um „mehr Nato-Militärausrüstung in der Nähe der russischen Grenzen zu stationieren“.
Politiker mehrerer westlicher Länder werfen Russland vor, die Migrationskrise an der belarussisch-polnischen Grenze zu organisieren und somit mit dem belarussischen Präsidenten, Alexander Lukaschenko, gemeinsame Sache zu machen.
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