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Intensivmediziner: Viele Landkreise ohne freies Intensivbett

© CC0 / sasint / PixabayOperation (Symbolbild)
Operation (Symbolbild) - SNA, 1920, 18.11.2021
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Die Intensivbetten werden immer knapper, auch wenn die Belegung mit Corona-Patienten noch nicht das Niveau der dritten Welle erreicht hat. Besonders betroffen sind Berlin, Hessen und Bayern. Personalmangel wegen Kündigungen überlasteter Pflegekräfte spitzt die Lage noch weiter zu.
In etwa 100 von rund 400 Land- und Stadtkreisen in Deutschland gibt es derzeit maximal noch ein freies Intensivbett für Erwachsene. Das ging am Donnerstag aus den aktuellsten Zahlen der Intensivmedizinervereinigung Divi hervor. In etwa 50 Kreisen sind demnach alle Betten belegt, besonders häufig in Bayern und Baden-Württemberg. Allerdings können sich die Kreise in gewissem Rahmen untereinander aushelfen, wenn es Engpässe gibt.

Noch weniger Corona-Patienten als in dritter Welle, aber auch weniger Personal

Die Gesamtzahl der erwachsenen Corona-Patienten auf der Intensivstation ist mit rund 3400 aber derzeit noch deutlich niedriger als auf dem Höhepunkt der zweiten (rund 5700) und dritten (rund 5100) Welle. Allerdings gibt es laut Intensivmedizinern wegen Personalmangels weniger betreibbare Betten als vor einem Jahr.

Berlin, Hessen und Bayern von Bettenmangel besonders betroffen

Im Bundesdurchschnitt sind derzeit etwa 11 Prozent aller betreibbaren Intensivbetten für Erwachsene frei, wie aus den Divi-Zahlen hervorgeht. Es gibt aber große regionale Unterschiede. Besonders gering ist der Anteil freier Betten in Berlin (rund 7 Prozent), Hessen (rund 9 Prozent) und Bayern (rund 9 Prozent).
Intensivstation in einem Krankenhaus in Berlin  - SNA, 1920, 12.11.2021
Deutschland droht Überlastung durch Covid-Kranke – Intensivmediziner

Pufferkapazitäten könnten erschöpft werden

Zur Einordnung: Laut Divi sind 15 Prozent freie Betten „regional in einzelnen Intensivbereichen zu bestimmten Zeitpunkten nichts Ungewöhnliches“. Problematisch werde jedoch ein freier Bettenanteil von unter 15 Prozent oder sogar unter 10 Prozent. „Insbesondere wenn dies in mehreren Regionen und Häusern gehäuft und über längere Zeiträume auftritt. Standardmäßige Verlegungsmöglichkeiten, die manchmal als Puffer dienen können, sind dann in aller Regel aufgrund vieler schwerer Fälle oft nur noch sehr eingeschränkt möglich.“
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