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Sorge um Tennisstar nach Missbrauchsvorwurf – WTA zweifelt an E-Mail von Peng Shuai

© AP Photo / Eduardo Munoz AlvarezDie chinesische Tennisspielerin Peng Shuai
Die chinesische Tennisspielerin Peng Shuai - SNA, 1920, 18.11.2021
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Die als verschwunden geltende chinesische Tennisspielerin Peng Shuai soll nach Angaben der Staatsmedien einen Brief an die Vereinigung der professionellen Tennisspielerinnen WTA verfasst haben, in dem sie die Sorgen um ihre Sicherheit zerstreuen will. Dadurch wurden aber die Befürchtungen der WTA offenbar nur größer.
Am Mittwoch berichtete der chinesische Sender CGTN, dass Peng ein E-Mail an den Vorsitzenden und CEO der Damen-Tennisorganisation WTA geschickt hat, und veröffentlichte den Brief.
In der E-Mail verwies die Tennisspielerin darauf, dass sie die Inhalte der jüngsten Nachrichten über sie auf der Webseite der WTA weder bestätigt noch überprüft habe. Die Nachrichten seien ohne ihre Zustimmung veröffentlicht worden, hieß es.
„Die Nachrichten in dieser Mitteilung, einschließlich des Vorwurfs der sexuellen Nötigung, sind nicht wahr. Ich werde weder vermisst, noch bin ich in Gefahr. Ich habe mich einfach zu Hause erholt und alles ist in Ordnung. Nochmals vielen Dank, dass ihr euch um mich sorgt“, heißt es weiter im Brief, den Peng Shuai geschrieben haben soll.
Des Weiteren bat die Tennisspielerin die WTA, weitere Nachrichten mit ihr zu überprüfen und diese mit ihrer Zustimmung freizugeben, und dankte allen für die Unterstützung und Rücksichtnahme.
Die WTA zeigte sich von dieser E-Mail jedoch noch stärker beunruhigt.
„Die heute von den chinesischen Staatsmedien veröffentlichte Erklärung über Peng Shuai macht mich nur noch besorgter in Bezug darauf, was ihre Sicherheit und ihren Aufenthaltsort angeht“, heißt es in einer Erklärung des Vorsitzenden der Damen-Tennisorganisation WTA, Steve Simon.
Es falle ihm schwer zu glauben, dass Peng Shuai tatsächlich die E-Mail geschrieben habe, so Simon.
„Peng Shuai hat unglaublichen Mut an den Tag gelegt, als sie den Vorwurf der sexuellen Nötigung gegen einen ehemaligen Spitzenbeamten der chinesischen Regierung schilderte. Die WTA und der Rest der Welt brauchen unabhängige und verifizierbare Beweise, dass sie in Sicherheit ist“, hieß es in der Erklärung weiter.
Peng Shuai müsse die Möglichkeit haben, frei zu sprechen, ohne Druck oder Einschüchterung, egal von welcher Seite. Ihre Anschuldigung des sexuellen Übergriffs müsse respektiert und „mit voller Transparenz und ohne Zensur untersucht“ werden.
Er habe wiederholt versucht, die Sportlerin über zahlreiche Kommunikationsmittel zu erreichen, allerdings ohne Erfolg, teilte der WTA-Chef mit.
Auch die Menschenrechtsorganisation „Chinese Human Rights Defenders“, hat aufgerufen, die jüngste Erklärung von Peng Shuai nicht für bare Münze zu nehmen.
Die chinesische Regierung habe eine lange Erfahrung damit, Menschen, die in kontroverse Fälle verwickelt sind, willkürlich festzunehmen, ihre freie Meinungsäußerung zu kontrollieren und sie zu Zwangsaussagen zu zwingen, hieß es in einer CHRD-Mitteilung. „Bis Peng Shuai frei ist, sollte die chinesische Regierung beweisen müssen, dass sie nicht inhaftiert ist.“
Die chinesische Tennisspielerin Peng Shuai (Archivbild) - SNA, 1920, 17.11.2021
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Peng Shuai hatte Anfang November in einem Beitrag im sozialen Netzwerk Weibo mitgeteilt, dass sie eine Beziehung mit dem verheirateten früheren Vizepremier Zhang Gaoli gehabt habe. Bei dem Verhältnis sei es zu einem ungewollten sexuellen Übergriff gekommen. Peng gab jedoch zu, dass sie keine Beweise vorlegen könne. Der Beitrag wurde von Pengs Account entfernt, seitdem war von der Sportlerin nichts mehr zu hören.
Die Tenniswelt zeigte sich besorgt über das Schicksal der chinesischen Athletin. Die Damen-Tennisorganisation WTA und der Verband der professionellen männlichen Tennisspieler ATP forderten eine Untersuchung der von Peng ins Gespräch gebrachten Vorwürfe.
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