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„Abscheulich und unerträglich“: Mann verspottet und filmt Polizisten kurz vor Tod

Polizeieinsatz (Symbolbild) - SNA, 1920, 18.11.2021
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Die Berliner Polizei geht gegen ein Video im Netz vor, auf dem ein verunglückter, später gestorbener Polizeibeamter zu sehen ist.
Der Kollege habe in der Nacht zum Mittwoch im Berliner Stadtteil Pankow gesundheitliche Probleme und in der Folge einen Unfall mit dem Einsatzwagen gehabt, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Statt dem Polizisten nach dessen Unfall zu helfen, filmte eine Person den Mann am Steuer des Polizeiwagens. Der Polizist sei kurz nach der Aufnahme gestorben. Berlins Polizeipräsidentin, Barbara Slowik, sprach den Angehörigen ihr Mitgefühl aus und erklärte: „Dieses Video ist abscheulich, die Veröffentlichung unerträglich! Es macht mich fassungslos und wütend.“
Auf dem inzwischen gelöschten Video ist laut Medienberichten zu sehen, wie der Beamte nach dem Unfall hinter dem Steuer des Polizeiwagens sitzt und unkoordiniert mit den Händen gestikuliert. Eine Person, die das offenbar filmt, bezeichnet den Polizisten dabei als „völlig besoffen“.
„Die Verbreitung dieses Videos ist geschmacklos & strafbar. Ein Verfahren wegen unterlassener Hilfeleistung wird geprüft“, hieß es in einem Tweet der Polizei. Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) äußerte sich entsetzt: „Dass derartige Aufnahmen aus der reinen Gier nach Klicks und Aufmerksamkeit auf Social Media verbreitet werden, zeigt einen mittlerweile stark verbreiteten digitalen Narzissmus, der strafrelevante Folgen haben muss.“
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