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 - SNA, 1920
Afghanistan
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Taliban rufen USA zu Freigabe afghanischer Geldreserven auf

© AP Photo / Muhammad FarooqDer amtierende MInister der Taliban-Regierung, Amir Chan Mutaki (Archivbild)
Der amtierende MInister der Taliban-Regierung, Amir Chan Mutaki (Archivbild) - SNA, 1920, 17.11.2021
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Die militant-islamistische Bewegung Taliban* hat die USA aufgefordert, die gegen das Land im Hindukusch verhängten Sanktionen aufzuheben und die eingefrorenen Vermögenswerte der afghanischen Zentralbank freizugeben. Der amtierende afghanische Außenminister warnte vor Massenmigration und anderen negativen humanitären Auswirkungen.
In einem offenen Brief an die Mitglieder des US-Kongresses verwies der Außenminister der Taliban-Regierung in Afghanistan, Amir Chan Mutaki darauf, dass die US-Regierung nach der Bekanntgabe Sanktionen gegen Vermögenswerte der afghanischen Zentralbank verhängt hatte. Die Reaktion bezeichnete er als „ziemlich überraschend“.
„Dies widerspricht sowohl unseren Erwartungen als auch dem Doha-Abkommen“, schrieb er. Das afghanische Volk habe ein Recht auf finanzielle Sicherheit.
„Gegenwärtig ist die finanzielle Sicherheit die größte Herausforderung für unser Volk, und die Wurzeln dieser Sorge gehen auf das Einfrieren der Vermögenswerte unseres Volkes durch die amerikanische Regierung zurück“.
Die Taliban-Bewegung befinde sich nach der Unterzeichnung des Doha-Abkommens im Februar 2020 nicht mehr in einem direkten Konflikt mit den USA und sei auch keine militärische Opposition mehr, argumentierte Mutaki und forderte die US-Regierung dazu auf, die afghanischen Vermögenswerte freizugeben.
Der Taliban-Vertreter warnte vor Auswirkungen für das afghanische Volk und die Regierung des Landes, die die Aufrechterhaltung der derzeitigen Lage auslösen könnte. Massenmigration in der Region und in der Welt könne dadurch verursacht werden und weitere humanitäre und wirtschaftliche Probleme für die Welt nach sich ziehen.
„Das Einfrieren von Vermögenswerten und Wirtschaftssanktionen können das Gesundheits- und Bildungssystem sowie andere zivile Dienste beeinträchtigen, von denen die gesamte Öffentlichkeit profitiert“, hieß es im Brief.
Die US-Sanktionen hätten nicht nur den Handel und die Wirtschaft, sondern auch die humanitäre Hilfe beeinträchtigt. Gleichzeitig sei das Land vom Coronavirus, von Dürre, Krieg und Armut heimgesucht worden, und die kalten Wintermonate würden bereits vor der Tür stehen, betonte Mutaki.
Er beruft sich auf Schätzungen der Vereinten Nationen und anderer humanitärer Organisationen, wonach die Bevölkerung Afghanistans in diesem Winter mit einer katastrophalen Situation konfrontiert werden solle, falls die Bedingungen sich nicht ändern sollten.
Autobombenangriff in Kabul - SNA, 1920, 13.11.2021
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Taliban melden einen Toten bei Autoexplosion in Kabul
„Das Leiden eines Kindes an Unterernährung, der Tod einer Mutter infolge mangelnder medizinischer Versorgung, die Entbehrung eines gewöhnlichen Afghanen an Nahrung, Unterkunft, Medizin und anderen Grundbedürfnissen hat keine politische oder logische Rechtfertigung und schadet dem Ansehen der Regierung und des Volkes der Vereinigten Staaten von Amerika, da es sich um eine rein humanitäre Angelegenheit handelt“, heißt es im Schreiben weiter.
Der Großteil der Hilfen für Afghanistan war eingestellt worden, nachdem die militant-islamistische Taliban gewaltsam an die Macht in Afghanistan gekommen war. Rund neun Milliarden US-Dollar an Reserven der Zentralbank des Landes, die zum großen Teil in den USA geparkt sind, wurden eingefroren.
Ein Landwirt erntet Opiumsaft von einem Mohnfeld in der afghanischen Provinz Nangarhar  - SNA, 1920, 17.11.2021
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UN beobachtet steigende Opiumproduktion in Afghanistan
Vorher hatte die Regierung in Kabul Nach Angaben der Kabuler Denkfabrik Afghanistan Analysts Network jährlich 8,5 Milliarden US-Dollar an militärischer und ziviler Hilfe erhalten, mit denen 75 Prozent der öffentlichen Ausgaben finanziert worden waren.
Die Vereinten Nationen warnten, von November an werde mehr als die Hälfte der Bevölkerung nicht ausreichend zu essen haben.
Bisher hat kein Land der Welt die Taliban-Regierung anerkannt.
*Die Organisation ist wegen Terror-Aktivitäten mit UN-Sanktionen belegt.
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