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Aufgeklärt: Mysteriöses Signal von Proxima Centauri

CC BY-SA 3.0 / Skatebiker / Wikimedia CommonsAlpha, Beta and Proxima Centauri (Archivbild)
Alpha, Beta and Proxima Centauri (Archivbild) - SNA, 1920, 17.11.2021
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Im späten Jahr 2020 sorgte ein Signal vom über vier Lichtjahre entfernten Proxima Centauri für Aufsehen. Ein Exoplanet um den Stern stand im Verdacht, bewohnbar zu sein. Schnell war die Frage im Raum, ob das Signal „BLC-1“ eine Nachricht von Außerirdischen sei. Diese Frage ist nun geklärt.
Ein Jahr lang haben Forscher um Sofia Sheikh vom „Breakthrough Listen“-Projekt und vom SETI-Institut, die sich mit der Suche außerirdischer Intelligenz beschäftigen, das Signal „BLC-1“ unter die Lupe genommen. Dieses war im Dezember 2020 bekannt gegeben worden und stammte Forschern zufolge möglicherweise aus der Nähe des Sterns Proxima Centauri, der 4,246 Lichtjahre von der Erde entfernt liegt – und vom möglicherweise bewohnbaren Planeten Proxima Centauri umkreist wird.
Die Erregung war groß: War auf dem Planeten etwa Leben, das hochentwickelt genug war, um Technosignaturen ins Weltall auszusenden? Also Signale, die sich durch ihre künstliche Gestalt deutlich von natürlichen Strahlungsquellen unterscheiden? Oder handelte es sich am Ende doch um ein Signal eines Satelliten oder gar von Technik, die in der Nähe des Teleskops das Signal erzeugte, das dann fälschlicherweise bei Proxima Centauri lokalisiert wurde? Beide Möglichkeiten standen von Anfang an im Raum. Nun ist das Rätsel gelöst.
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Die ernüchternde Lösung für all die Alien-Fans da draußen: Das Signal ist allem Anschein nach irdischen Ursprungs und wurde von einer menschlichen Technologie erzeugt. Zu diesem Ergebnis kommen die Forscher in gleich zwei Beiträgen in der Fachzeitschrift „Nature Astronomy“.
„Wir wissen jetzt mit Sicherheit, dass BLC1 auf menschliche Intereferenz beruht und wir sind uns ziemlich sicher, dass es von einer erdbasierten Sendeanlage kam“, kommentierte Sheikh die Studie laut SETI-Webseite. „Wir sind uns ebenfalls sicher, dass der Sender nicht die Absicht hatte, ein Signal bei 982 Megahertz zu erzeugen, sondern dass es sich dabei um eine Oberwelle handelt, die auf einen elektronischen Defekt zurückgeht.“
Laut der Forscherin könnte es sich dabei um einen Mobilfunkmast gehandelt haben, der repariert worden war, nachdem das australische Parkes-Teleskop seine Beobachtung gemacht hatte. Ebenso könnte es sich um ein Elektronikgerät des täglichen Gebrauchs handeln, wie etwa einen Mikrowellenherd, das unweit des Teleskops in Betrieb war.
In ihrer Untersuchung wandten die Forscher eine neue Form der Datenanalyse an, um falsch-positive Signal-Entdeckungen auszuschließen, der künftig bei weiteren Signalen eingesetzt werden könnte.
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