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Kreml nimmt Stellung zu gestoppter Zertifizierung für Nord Stream 2

© SNA / Maksim BlinovAussicht auf den Moskauer Kreml
Aussicht auf den Moskauer Kreml - SNA, 1920, 17.11.2021
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Russland hält die Aussetzung des Zertifizierungsverfahrens für die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 nicht für eine politische Entscheidung. Laut dem Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hängen die Situation um das Projekt und die Energiekrise in Europa nicht voneinander ab.
Auf die Frage von Journalisten, ob der Kreml in der Entscheidung der Bundesnetzagentur ein politisches Motiv sieht, antwortete Peskow:
„Nein, absolut nicht. In diesem Fall gibt es wirklich bestimmte Protokolle, bestimmte Normen in der europäischen Gesetzgebung – und die Betreiberfirma ist bereit, alle Anforderungen zu erfüllen, um dieses für alle wichtige Projekt so schnell wie möglich zu starten“.
„Wir können uns da nicht einmischen“, betonte er.
Obwohl die Energiekrise und die Situation um die Pipeline Prozesse seien, die im selben Bereich liegen würden, würden sie nicht voneinander abhängen.
Die Bundesnetzagentur hatte am Dienstag das Verfahren zur Zertifizierung der Nord Stream 2 AG als unabhängige Betreiberin der umstrittenen Ostsee-Pipeline ausgesetzt. Zunächst müsse die Betreiberfirma nach deutschem Recht organisiert werden, hieß es. Ohne die Zertifizierung ist der Transport von russischem Gas nach Deutschland nicht zulässig.
Die Nord Stream 2 AG mit Sitz im schweizerischen Zug, hinter der der russische Gaskonzern Gazprom steht, verwies daraufhin auf die Gründung einer Tochtergesellschaft nach deutschem Recht.
Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 in Deutschland (Archiv) - SNA, 1920, 17.11.2021
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Gazprom hatte im September die Fertigstellung der Leitung bekannt gegeben. Die Pipeline wurde je zur Hälfte von Gazprom sowie den Unternehmen OMV, Wintershall Dea, Engie, Uniper und Shell finanziert. Durch die 1230 Kilometer lange Pipeline von Russland nach Deutschland sollen jährlich 55 Milliarden Kubikmeter Gas geliefert werden.
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