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Kommt Impfpflicht in Kitas und Heimen? Wagenknecht übt scharfe Kritik

© CC0 / _Alicja_ / PixabayKindergarten (Symbolbild)
Kindergarten (Symbolbild) - SNA, 1920, 17.11.2021
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Muss für Angehörige bestimmter Berufsgruppen oder für Mitarbeiter bestimmter Einrichtungen eine generelle Impfpflicht eingeführt werden? Darüber beraten derzeit die Ampel-Koalitionäre. Von einer verpflichtenden Impfung, etwa in Kitas und Heimen, hält Linken-Abgeordnete Sahra Wagenknecht wenig.
Angesichts der steigenden Infektionszahlen und der erwarteten Winterwelle diskutieren die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP über eine mögliche Impfpflicht für einzelne Berufsgruppen oder Einrichtungen. Vertreter aller drei Parteien äußerten, man könne sich eine solche Impfpflicht vorstellen, dürfe sie aber nicht überstürzt beschließen, sondern müsse sie in Ruhe diskutieren. Verpflichtende Covid-19-Impfungen könnten dann beispielsweise für Pflege- und Erziehungsberufe kommen. Weil das für viele Betroffene ein faktisches Berufsverbot bedeuten würde, zögern aber noch einige, darunter Dirk Wiese, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag.
Wie das „Ärzteblatt“ schreibt, geht die Tendenz eher in Richtung einer Impfpflicht für bestimmte Einrichtungen. Das unterstützt unter anderem Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerates. Im ZDF-„Morgenmagazin“ erklärte Vogler, in Pflegeheimen hätten nicht nur die Pflegekräfte Kontakt zu den vulnerablen Bewohnern, sondern beispielsweise auch Reinigungskräfte, Küchenkräfte und Angehörige.
Kritik an einer möglichen Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen kommt auch von Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht. In einem Facebook-Post vom Dienstag fragt sie: „Impfen oder Kündigung?“ Statt für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen in der Pflege zu sorgen, den Abbau von 5000 Intensivbetten in der Coronazeit rückgängig zu machen oder die Risikogruppen durch flächendeckendes Testen zu schützen, diskutiere die Politik nun darüber, den Druck auf bestimmte Berufsgruppen durch eine Impfpflicht auf ein Maximum zu erhöhen. Dabei sei die Impfquote in diesen Berufen bereits sehr hoch, wie Verdi und die GEW zurecht erwiderten, schreibt Wagenknecht.
„Nicht wenige der Mitarbeiter in Pflege und Kitas sind außerdem vermutlich bereits genesen und damit deutlich besser geschützt als Geimpfte. Denn das Grundproblem ist doch gerade, dass die derzeit verfügbaren Impfstoffe eben nicht davor schützen, sich zu infizieren und das Virus weiterzugeben. Je länger die Impfung zurückliegt, desto mehr gleichen sie darin Ungeimpften.“
Eine neue schwedische Studie, die die Daten von 1,6 Millionen Menschen ausgewertet habe, komme zu dem Schluss, dass bei Astrazeneca schon nach 121 Tagen und bei Biontech nach 211 Tagen keinerlei Schutz mehr gegen eine Infektion und die Weitergabe des Virus bestehe, so Wagenknecht.
„Wenn das so ist, was soll dann eine Impfpflicht bringen? Sollen die Beschäftigten dann auch gleich noch verpflichtet werden, sich alle paar Monate zu boostern? Wer so vorgeht, muss sich über den Mangel an Pflegekräften nicht wundern. Ungeimpfte Erzieher und Pfleger an den Pranger zu stellen, wird die Probleme ganz sicher nicht lösen, sondern verschärfen – auch zu Lasten des übrigen Personals. Statt die Gesellschaft weiter zu spalten, brauchen wir mehr Anerkennung, bessere Arbeitsbedingungen, Einstiegsprämien und höhere Löhne für das Personal in Kitas und in der Pflege“, fordert die Politikerin abschließend.
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