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Deutsche Wirtschaft bedauert Aussetzung der Nord Stream 2-Zertifizierung

© SNA / Dmitriy Lelchuk / Zur BilddatenbankNord Stream 2
Nord Stream 2 - SNA, 1920, 17.11.2021
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Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (OAOEV) bedauert laut seinem Vorsitzenden, Oliver Hermes, die Verschiebung der Zertifizierung der Nord Stream 2 AG. Hermes zufolge liegt die Genehmigung des Projekts im Interesse der Erdgasverbraucher und der Betreiber in Deutschland und der EU.
„Wir bedauern, dass es beim Zertifizierungsprozess für Nord Stream 2 zu Verzögerungen kommt, vertrauen aber auf die Bundesnetzagentur und ihre unabhängige Expertise“, sagte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Oliver Hermes, gegenüber dpa.
Er fügte hinzu, russisches Pipelinegas sei derzeit deutlich billiger als blauer Brennstoff auf dem Spotmarkt. „Dies schützt uns ein Stück weit vor den derzeit hohen Weltmarktpreisen.“ Nord Stream 2 leiste einen entscheidenden Beitrag zur Energiesicherheit und zur Diversifizierung der Lieferwege, so Hermes weiter.
Es liege im Interesse der deutschen und europäischen Erdgasverbraucher sowie im Interesse der Betreiber, dass diese Milliardeninvestition „juristisch unangreifbar“ genehmigt werde, so Hermes. Die Energie solle verlässlich und sicher nach Europa geliefert werden können.

Politisierung darf es nicht geben

Gleichzeitig warnte der OAOEV-Chef davor, die Zertifizierung der Nord Stream 2 AG zu politisieren.

„Eine Politisierung dieses Zertifizierungsprozesses darf es nicht geben. Investoren müssen generell ohne Wenn und Aber auf Rechtssicherheit in Deutschland und der EU vertrauen können“, erklärte Hermes. „Es wäre absolut kontraproduktiv, modernste Infrastrukturprojekte wie Nord Stream 2 aus politischen Gründen zu verzögern“.

Auch das ukrainische Pipelinesystem werde weiter gebraucht, so Hermes. „Wir vertrauen darauf, dass die jüngst gestiegenen russischen Lieferungen über die Ukraine zu einer Beruhigung des Gasmarktes beitragen.“

Nord Stream 2

Der russische Energiekonzern Gazprom hatte am 10. September die Fertigstellung der Gasleitung Nord Stream 2 bekannt gegeben. Anfang Oktober wurde verkündet, dass der erste Strang der Pipeline bereits mit Gas befüllt worden sei.
Unmittelbar danach hatte der Betreiber der Pipeline eine Zertifizierung als unabhängiger Transportnetzbetreiber bei der Beschlusskammer der deutschen Bundesnetzagentur beantragt und alle notwendigen Unterlagen eingereicht.
Die Bundesnetzagentur setzte am Dienstag ihr Verfahren zur Zertifizierung der Nord Stream 2 AG vorläufig aus. Die Betreiberfirma müsse zuerst nach deutschem Recht organisiert werden. Ohne Zertifizierung ist die Lieferung von Erdgas durch die Pipeline auf den Binnenmarkt Deutschlands nicht zulässig.
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