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Corona-Zahlen: Bei Ungeimpften deutlich höher als bei Menschen mit Impfschutz

© SNA / Pavel Bednyakov / Zur BilddatenbankImpfung gegen Covid-19
Impfung gegen Covid-19  - SNA, 1920, 17.11.2021
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Aufgrund der rasant steigenden Corona-Inzidenzen in Deutschland sprechen immer mehr Politiker von einer schleppenden Impfkampagne – und bringen die hohen Infektionszahlen mit Impfunwilligen in Verbindung. Inwieweit diese Meinung der Realität entspricht, zeigen die aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts.
Demnach vermelden einige Bundesländer, um der hohen Auslastung der Intensivstationen auf den Grund zu gehen, die Corona-Zahlen getrennt nach Impfstatus. Wie die Deutsche Presse-Agentur (DPA) mit Verweis auf die entsprechenden RKI-Daten berichtete, seien die gemeldeten Infektionszahlen vor allem bei Ungeimpften besonders hoch – im Vergleich etwa zu den Menschen mit vollständigem Impfschutz.
Im Corona-Hotspot Sachsen zum Beispiel, wo die Quote der vollständig Geimpften derzeit bundesweit mit weniger als 60 Prozent am niedrigsten ist, klaffte zwischen den beiden Gruppen zuletzt eine immense Lücke: Während die Inzidenz der Geimpften am Dienstag bei gut 64 Fällen pro 100.000 Menschen binnen sieben Tagen lag, wurden unter nicht oder nicht vollständig Geimpften 1823 Fälle verzeichnet.
Solche Zahlen seien „sicher etwas verzerrt“, so Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, mit Blick auf Faktoren wie etwa die Testhäufigkeit: Ungeimpfte müssen sich nämlich zwingend einem Corona-Test unterziehen, wenn 3G-Regeln im Restaurant oder am Arbeitsplatz gelten. Dasselbe betrifft auch junge Schüler, die noch nicht geimpft sind.
Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Neuinfektionen wird neben Sachsen etwa auch in Thüringen, Bayern und Sachsen-Anhalt getrennt nach Geimpften und Ungeimpften angegeben – teilweise täglich oder wöchentlich.
Auch in Bremen, wo bislang deutschlandweit die höchste Impfquote (Dienstag: 79,3 Prozent) verzeichnet wurde, gab es zuletzt eine Diskrepanz zwischen den Gruppen, wenn auch nicht so deutlich wie in Sachsen: In der ersten Novemberwoche lag in der Hansestadt die Inzidenz unter den Ungeimpften bei knapp 261 und unter Geimpften bei gut 41.

Sorgt Impfung für niedrigere Hospitalisierungsinzidenz?

Daher sei es immer noch richtig, dass sich Ungeimpfte deutlich häufiger infizierten als Geimpfte, so Watzl weiter. Er verwies unter anderem auf die Corona-Fälle im Krankenhaus, die angeblich einen „deutlichen“ Unterschied aufzeigen.
Nach den jüngsten verfügbaren Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) kamen vom 18. bis 24. Oktober (Kalenderwoche 42) pro 100.000 Menschen sechsmal mehr aus der Gruppe der ungeimpften 18- bis 59-Jährigen wegen Covid-19 ins Krankenhaus als von den Geimpften dieser Altersklasse. Bei den Menschen ab 60 Jahren lag die Hospitalisierungsinzidenz der Ungeimpften gut 4,7 Mal so hoch.
München (Archiv) - SNA, 1920, 16.11.2021
Fünf bayerische Landkreise melden Corona-Inzidenz von über 1000

Aktuelle Corona-Lage in Deutschland

Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnete einen erneuten Anstieg der Zahlen der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen – mit 312,4.
Am Vortag hatte der Wert bei 303,0 gelegen, vor einer Woche bei 213,7 (Vormonat: 70,8) gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 32.048 Corona-Neuinfektionen.
Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge 265 Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Vor einer Woche waren es 169 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5.077.124 nachgewiesene Corona-Infektionen.
Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.516.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 97.980.
Mittlerweile sind mindestens mehr als 56 Millionen Menschen und damit 67,6 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft (Stand: Dienstag, 16.11). 58,3 Millionen Menschen wurden mindestens einmal gegen das Virus geimpft. Das entspricht einer Quote von 70,1 Prozent. Hinzu kommt, dass rund vier Millionen Menschen zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten haben sollen.
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