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Nach Missbrauchsvorwurf gegen Politiker: Tenniswelt besorgt wegen Verschwindens von Peng Shuai

© AFP 2021 / GREG WOODDie chinesische Tennisspielerin Peng Shuai (Archivbild)
Die chinesische Tennisspielerin Peng Shuai (Archivbild) - SNA, 1920, 17.11.2021
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Die vierfache Grand-Slam-Siegerin Naomi Osaka hat sich über das Schicksal ihrer chinesischen Tennis-Kollegin Peng Shuai besorgt gezeigt, die einem mächtigen chinesischen Politiker vorgeworfen hatte, sie sexuell missbraucht zu haben. Peng war nach der Bekanntgabe der Anschuldigungen offenbar verschwunden.
„Ich bin mir nicht sicher, ob Sie die Nachrichten verfolgt haben, aber ich wurde vor kurzem darüber informiert, dass eine Tenniskollegin verschwunden ist, kurz nachdem sie offengelegt hatte, dass sie sexuell missbraucht worden war“, schrieb Osaka in einer Twitter-Mitteilung mit dem Hashtag WhereIsPengShuai und äußerte Kritik an der Zensur in China: „Zensur ist niemals in Ordnung, auf jeden Fall.“
Sie hoffe, dass Peng Shuai und ihre Familie in Sicherheit seien und es ihnen gut gehe, schrieb Osaka.
„Ich bin schockiert über die aktuelle Situation und sende Liebe und Licht in ihre Richtung.“
Somit schloss sich die 24-Jährige anderen führenden Tennisspielern an, die sich schockiert über die Situation gezeigt hatten. Auch der Weltranglistenerste Novak Djokovic hatte sich zuvor über den Fall Peng besorgt gezeigt.
Die zweifache Grand-Slam-Gewinnerin im Doppel, Peng Shuai, hatte Anfang November in einem Beitrag im Sozialnetz Weibo mitgeteilt, dass der ehemalige Vizepremier Zhang Gaoli sie vor drei Jahren trotz wiederholter Weigerung zum Sex gezwungen habe. Die 35-Jährige behauptete auch, eine Beziehung mit Zhang gehabt zu haben. Bei dem Vorfall handelte es sich um das erste Mal, bei dem die MeToo-Bewegung, die 2018 in China Fuß gefasst hatte, die Spitzen der regierenden Kommunistischen Partei Chinas traf. Der Beitrag wurde jedoch von Pengs Account entfernt, und es war von der Sportlerin seitdem nichts zu hören.
Der Vorsitzende der Damen-Tennisorganisation WTA, Steve Simon, hatte am Sonntag eine Untersuchung der von Peng Shuai angesprochenen Anschuldigungen gefordert. Die WTA erwarte, dass die Angelegenheit angemessen behandelt werde: Die Vorwürfe müssten „vollständig, fair, transparent und ohne Zensur untersucht werden“, äußerte er. „Peng Shuai und alle Frauen haben es verdient, gehört und nicht zensiert zu werden“, betonte er.
Einige Stunde nach der Veröffentlichung dieser Erklärung teilte Simon gegenüber der New York Time mit, die WTA habe von mehreren Quellen, darunter vom chinesischen Tennisverband, die Bestätigung erhalten, dass Peng in Sicherheit sei und nicht bedroht werde. „Soviel ich weiß, ist sie in Peking in China, aber ich kann das nicht bestätigen, weil ich nicht direkt mit ihr gesprochen habe.“
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Auch der Chef des Verbandes der professionellen männlichen Tennisspieler (ATP), Andrea Gaudenzi, hat Besorgnisse der Organisation über die Ungewissheit über die unmittelbare Sicherheit der chinesischen Tennisspielerin zum Ausdruck gebracht und ebenfalls eine Untersuchung der von ihr erhobenen Vorwürfe der sexuellen Nötigung gefordert.
Peng Shuai hatte 2013 in Wimbledon und 2014 bei den French Open im Doppel gesiegt und war Anfang 2014 20 Wochen lang die Nummer 1 der Doppelweltrangliste.
Der heute 75-jährige Zhang Gaoli war von 2013 bis 2018 chinesischer Vizepremier. Zwischen 2012 bis 2017 war er Mitglied des Ständigen Ausschusses des Politbüros, des höchsten Machtgremiums der Kommunistischen Partei Chinas.
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