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Beinahe kollidiert: Indischer Satellit nähert sich gefährlich einer Nasa-Sonde

© CC0 / Free-Photos / PixabaySatellit (Symbolbild)
Satellit (Symbolbild) - SNA, 1920, 17.11.2021
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Im Mondorbit ist es vor kurzem beinahe zu einer Satellitenkollision gekommen. Indiens Orbiter „Chandrayaan-2“ und eine Nasa-Sonde, die den Mond in einer fast polaren Umlaufbahn umkreisen, sollen sich einander über dem Nordpol des Mondes auf weniger als 100 Meter genähert haben.
Dank einem Ausweichmanöver der indischen Raumfahrtbehörde Isro konnten beide Sonden aber gerettet werden. Wie die Online-Zeitung „India Today“ unter Berufung auf Isro berichtet, ist es zu der gefährlichen Situation noch im Oktober gekommen, die Informationen darüber wurden erst jetzt veröffentlicht. Eine mögliche Kollision hätte ein großes Trümmerfeld und massive Verluste sowohl für die Isro als auch für die Nasa bedeutet.
Analysen der Isro und der Nasa ergaben, dass der Abstand zwischen den beiden über dem Mond schwebenden Raumfahrzeugen weniger als 100 Meter sein und der nächste Annäherungsabstand nur etwa drei Kilometer betragen würde. Beide Agenturen waren der Ansicht, dass ein Vermeidungsmanöver erforderlich ist, um das Risiko eines nahen Anflugs zu mindern. Es wurde entschieden, dass Indien seine Sonde manövrieren lässt. Das Ausweichmanöver fand daher erfolgreich am 18. Oktober statt.
„Es ist üblich, dass Satelliten in der Erdumlaufbahn Kollisionsvermeidungsmanöver durchführen, um das Kollisionsrisiko aufgrund von Weltraumobjekten, einschließlich Weltraummüll und einsatzbereiten Raumfahrzeugen, zu mindern“, so Isro. Dies sei aber das erste Mal gewesen, dass eine so kritisch enge Annäherung bei einer Weltraumerkundungsmission von Isro erlebt wurde.
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Chandrayaan-2 wurde im Juli 2019 gestartet. Im September sollte sich ein Landemodul von der Sonde trennen und auf der Mondoberfläche landen. In einer Höhe von etwa zwei Kilometern lief allerdings etwas falsch, was zum Absturz des Moduls führte. Die Verbindung zu dem Gerät konnte nach zahlreichen Versuchen nicht wiederhergestellt werden. Die Orbiter-Einheit der Sonde funktioniert hingegen planmäßig und wird wissenschaftlich genutzt. Mit dem Absturz des Moduls verfehlte Indien das Ziel, als viertes Land – nach der Sowjetunion (Luna 9, 1966), den USA (Surveyor 1, 1966) und China (Chang’e-3, 2013) – eine Sonde weich auf der Mondoberfläche zu landen.
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