Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Arme erkranken früher an Krebs – AOK-Studie

© AP Photo / Thomas KienzleKrankenversicherung (Symbolbild)
Krankenversicherung (Symbolbild)  - SNA, 1920, 17.11.2021
Abonnieren
Je ärmer die Menschen sind, desto früher erkranken sie an Krebs. Menschen mit niedrigem Sozialstatus werden sieben Jahre früher krank. Das ergab eine aktuelle Studie der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), der der Zeitung „Rheinische Post“ vorlag.
„Männer und Frauen mit niedrigem sozioökonomischen Status erkranken durchschnittlich sieben Jahre früher als Menschen mit höherem sozioökonomischen Status“, heißt es.
Der Unterschied zeige sich ausnahmslos bei allen Krebsarten. Laut der Studie erkrankten Frauen, die über eine Monatsrente von weniger als 800 Euro verfügten, im Schnitt erstmals mit 72,8 Jahren an Brustkrebs. Frauen mit einer Rente über 1600 Euro seien dagegen im Schnitt 80,4 Jahre alt, wenn sie die erste Brustkrebs-Diagnose erhalten. Bei Frauen, deren Rente dazwischen liegt, seien es 75,7 Jahre.
Biontech-Logo - SNA, 1920, 08.09.2021
Ein mRNA-Cocktail gegen Krebs – Biontech-Studie zeigt ersten Erfolg
Genauso groß sind laut der Studie die Unterschiede bei Männern. Rentenbezieher mit monatlich unter 800 Euro seien im Schnitt erst 71,3 Jahre alt, wenn Darmkrebs diagnostiziert wird. Bei Männern mit mehr als 1600 Euro liege das Erkrankungsalter hingegen bei 77,6 Jahren.
Des Weiteren verwies die Studie darauf, dass Risikofaktoren bei Menschen mit niedrigem Sozialstatus der höhere Anteil an Rauchern, weniger sportliche Aktivität, ein ungünstiges Ernährungsverhalten und die stärkere Verbreitung von Adipositas seien.

Krebs für ein Viertel aller Todesfälle in Deutschland verantwortlich

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 490.000 Menschen an Krebs. Allein Jahr 2019 sind bundesweit rund 231.000 Menschen an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben – 125.000 Männer und 106.000 Frauen. Damit war Krebs die Ursache für ein Viertel aller Todesfälle, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Dieser Anteil habe sich innerhalb der vergangenen 20 Jahre kaum verändert, auch wenn die Zahl der Krebstoten seit 1999 um rund zehn Prozent gestiegen ist. Ein Fünftel aller an Krebs Verstorbenen war jünger als 65 Jahre.
Forschung (Symbolbild) - SNA, 1920, 01.06.2021
„Trojanisches Pferd“ gegen Krebs an Universität Edinburgh erfolgreich getestet
Betroffen sind Menschen aller Altersgruppen: Bei Kindern im Alter von einem bis 14 Jahren waren Krebserkrankungen 2019 für knapp ein Viertel aller Todesfälle (23 Prozent) verantwortlich. Bei den 45- bis 65-Jährigen war eine Krebserkrankung hingegen die häufigste Todesursache: Mehr als ein Drittel (39 Prozent) aller Todesfälle in dieser Altersgruppe waren darauf zurückzuführen.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала