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Warnstreiks im Gesundheitswesen: Arbeitgeber verhalten sich ignorant gegenüber Beschäftigten

© AP Photo / Michael ProbstDeutscher Gewerkschaftsfunktionär Frank Bsirske bei einer Kundgebung im Rahmen des Tarifstreiks in Frankfurt (Archivbild)
Deutscher Gewerkschaftsfunktionär Frank Bsirske bei einer Kundgebung im Rahmen des Tarifstreiks in Frankfurt (Archivbild) - SNA, 1920, 16.11.2021
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Die Gewerkschaft Verdi hat Mitarbeiter von Universitätskliniken und anderen öffentlichen Einrichtungen am Dienstag in mehreren Bundesländern zu Warnstreiks aufgerufen. Nach Angaben der Gewerkschaft kamen diesem Aufruf bundesweit mehrere Tausend Tarifbeschäftigte nach.
Rund 2000 Tarifbeschäftigte an den Unikliniken in Nordrhein-Westfalen sind Verdi zufolge am Dienstagmorgen in den Warnstreik getreten. Beschäftigte der sechs großen Unikliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster sollen sich an den Streiks beteiligen. Auch an den Universitätskliniken in Kiel und Lübeck kamen am Morgen Arbeitnehmer zu einem Warnstreik zusammen. In Bayern waren die Belegschaften des Münchner Herzzentrums und fünf bayerischer Universitätskliniken von den Arbeitsniederlegungen betroffen.
In Berlin waren Mitarbeiter von öffentlichen Kindertageeinrichtungen, angestellte Mitarbeiter in acht Bezirksämtern sowie an Schulen zum Warnstreik aufgerufen.
Die Gewerkschaft will mit den Warnstreiks Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde erzeugen. Verdi und der Beamtenbund DBB kommen am 27. und 28. November in Potsdam zur dritten Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL). Sie fordern für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder eine Einkommenserhöhung um fünf Prozent –mindestens aber 150 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Außerdem sollen Auszubildende und Praktikanten monatlich 100 Euro mehr bekommen. Die TdL hatte die Forderungen bisher als unrealistisch zurückgewiesen.
„Das Verhalten der Länderarbeitgeber ist absolut empörend und hat mit der Lebenswirklichkeit der Beschäftigten nichts mehr zu tun“, teilte der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke am Sonntag mit. Empfindlich steigende Lebenshaltungskosten und die wachsende Arbeitsbelastung würden komplett ausgeblendet. „Geradezu ignorant ist das Verhalten gegenüber den Beschäftigten im Gesundheitswesen der Länder. Sie tragen dauerhaft eine große Last in der Corona-Pandemie. Das soll noch nicht einmal ansatzweise gewürdigt werden“, so Werneke.
An den Tarifverhandlungen beteiligen sich neben Verdi die DGB-Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU sowie in einer Verhandlungsgemeinschaft mit dem DBB Beamtenbund und Tarifunion. Die Gewerkschaften verhandeln für rund 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte und 48.000 Auszubildende im öffentlichen Dienst aller Länder außer Hessen.
Mitglieder der Gewerkschaft ver.di bei einer Kundgebung im Rahmen des Tarifstreiks im öffentlichen Dienst in Berlin (Archivbild) - SNA, 1920, 13.11.2021
Tarifstreit um öffentlichen Dienst: Verdi will Warnstreiks an Unikliniken ausweiten
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