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Nach Test von Anti-Satellitenwaffe: Moskau weist US-Kritik als „Heuchelei“ zurück

© SNA / Alexey MayshevDas russische Verteidigungsministerium
Das russische Verteidigungsministerium - SNA, 1920, 16.11.2021
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Das russische Verteidigungsministerium hat auf Äußerungen des Pentagons und des US-Außenministeriums reagiert, wonach Russland mit seinem jüngsten Test, bei dem eine ausgediente russische Raumsonde „Zelina-D“ zerstört wurde, „Risiken“ für die Internationale Raumstation (ISS) geschaffen haben soll.
„Das russische Verteidigungsministerium hält die Äußerungen von Vertretern des US-Außenministeriums und des Pentagons für heuchlerisch, die der Russischen Föderation vorwerfen wollten, 'Risiken' für die Kosmonauten der ISS geschaffen zu haben, und dazu aufforderten, universelle Normen zu entwickeln, von denen die Weltgemeinschaft bei der Weltraumforschung ausgehen würde“, teilte die Behörde in Moskau mit.
Russland würde seit vielen Jahren die Vereinigten Staaten und andere Weltraummächte dazu aufrufen, ein Abkommen über die Verhinderung der Platzierung von Waffen im Weltraum zu unterzeichnen; ein solches Projekt sei der Uno vorgelegt worden, hieß es weiter.
„Allerdings blockieren die USA und ihre Verbündeten seine Annahme. Washington erklärt offen, dass es an keine Verpflichtungen im Weltraum gebunden sein will. Dabei gründeten die USA 2020 das Space Command und verabschiedeten offiziell eine neue Weltraumstrategie. Eines ihrer Hauptziele ist es, 'einen umfassenden militärischen Vorteil im Weltraum zu schaffen'“, teite das Ministerium mit.
Am 15. November habe das russische Verteidigungsministerium erfolgreich einen Test durchgeführt, bei dem die seit 1982 im Orbit verkehrende russische Raumsonde „Zelina-D“ getroffen worden sei.
„Die Vereinigten Staaten wissen mit Sicherheit, dass die resultierenden Fragmente keine Bedrohung für die Orbitalstationen, Raumfahrzeuge und Weltraumaktivitäten in Bezug auf die Testzeit und die Umlaufbahnparameter darstellten und darstellen werden“, so die russische Behörde.
Die Fragmente seien in den Hauptkatalog des heimischen Raumkontrollsystems aufgenommen worden. Zudem habe man sofort mit deren Beobachtung begonnen, bis ihre Existenz vollständig beendet sei.
„Zuvor wurden ähnliche Tests im Weltraum bereits von den USA, China und Indien durchgeführt“, fügte das russische Verteidigungsministerium hinzu.

Hintergrund

Am Montag flog im Abstand von eineinhalb Stunden mehrfach Weltraummüll an der ISS vorbei. Kosmonauten und Astronauten versteckten sich in den an die Internationale Station angedockten Raumschiffen Sojus MS-19 und Crew Dragon.
Der US-Außenminister Anthony Blinken sagte daraufhin, dass eine Wolke von 1500 Trümmern als Ergebnis eines russischen Tests von Anti-Satelliten-Systemen aufgetaucht sei. Das US-Weltraumkommando gehe davon aus, dass eine Anti-Satelliten-Rakete getestet worden sei, welche den alten sowjetischen Satelliten Kosmos-1408 zerstört habe, berichtete das Fachportal „Space-com“.
Auch das Pentagon äußerte sich besorgt über die angeblichen russischen Tests mit Anti-Satelliten-Waffen. „Es ist klar, dass wir die Bedenken unserer Kollegen im Außenministerium bezüglich dieser Tests teilen“, sagte der Pentagon-Sprecher John Kirby am Montag gegenüber Reportern.
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