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Minsk: Polen hat giftige Chemikalien gegen Migranten eingesetzt

© REUTERS / BelTAMigranten versammeln sich an der belarussisch-polnischen Grenze am Grenzübergang Bruzgi-Kuznica Bialostocka, Belarus, den 15. November 2021.
Migranten versammeln sich an der belarussisch-polnischen Grenze am Grenzübergang Bruzgi-Kuznica Bialostocka, Belarus, den 15. November 2021. - SNA, 1920, 16.11.2021
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Die polnischen Sicherheitskräfte haben am Dienstag nach Angaben der weißrussischen Seite an ihrer gemeinsamen Grenze giftige Chemikalien gegen Flüchtlinge eingesetzt, die versucht haben sollen, nach Polen einzudringen.
„Heute wurden wir Zeugen davon, wie die polnischen Sicherheitskräfte an der weißrussisch-polnischen Grenze gegen Flüchtlinge, darunter Frauen und Kinder, spezielle Mittel mit giftigen, reizenden Chemikalien eingesetzt haben“, sagte Igor Malyk, stellvertretender Leiter der Abteilung Strahlenschutz, chemischer und biologischer Schutz und Ökologie des Generalstabs der Streitkräfte von Weißrussland.
Der gedankenlose Einsatz solcher Mittel kann Malyk zufolge zu irreversiblen Folgen für die menschliche Gesundheit führen und die Atmungs- und Sehorgane schädigen. „Dies stellt die größte Gefahr für Menschen mit chronischen Erkrankungen dieser Organe dar“, so der stellvertretende Leiter.
Nach seinen Angaben ist das Verteidigungsministerium wegen der Verwendung dieser Mitteln unter diesen Bedingungen beunruhigt. „Außerdem befanden sich die Menschen auf weißrussischem Territorium. Das Verteidigungsministerium ist der Meinung, dass solche Aktionen rechtlich geprüft werden sollten“, fügte er hinzu.
Situation an der Kontrollstelle Brusgi der belarussisch-polnischen Grenze  - SNA, 1920, 16.11.2021
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Noch im vergangenen Sommer hatte der Andrang von Migranten aus dem Nahen Osten und Afrika an den Grenzen zwischen Weißrussland und Polen sowie den Baltischen Ländern zugenommen. Die Situation hat sich am 8. November zugespitzt, als sich rund 2000 Menschen am Grenzzaun versammelt hatten. Polnische Sicherheitskräfte unterbanden mehrere Durchbruchsversuche, darunter unter Einsatz von Tränengas.
Vilnius, Riga und Warschau machen Weißrussland für die Krisensituation verantwortlich. Minsk weist die Vorwürfe zurück. Wie der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko erklärte, werde das Land den Zustrom von Menschen nicht mehr aufhalten. Denn wegen der US-Sanktionen habe Weißrussland weder Geld noch Kräfte dafür.
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