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Wegen Liquiditätsengpass: Evergrande-Chef veräußert Luxusgüter

© AFP 2021 / HECTOR RETAMALEine Gesamtansicht zeigt das Gebäude des Evergrande Center in Shanghai am 22. September 2021.
Eine Gesamtansicht zeigt das Gebäude des Evergrande Center in Shanghai am 22. September 2021. - SNA, 1920, 16.11.2021
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Der Gründer des finanziell schwer angeschlagenen chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande, Hui Ka Yan (63), sieht sich laut einem Reuters-Bericht gezwungen, sein persönliches Vermögen zu verkaufen, um einen Zahlungsausfall vermeiden zu können.
Dazu würden Kunstwerke, Kalligraphie und drei Luxus-Immobilien gehören, meldete Reuters unter Verweis auf offizielle Mitteilungen sowie auf Informationen einer mit dem Vorgang vertrauten Person.
Chinesische Behörden hätten den Evergrande-Chairman Hui Ka Yan aufgefordert, Teile seines Vermögens einzusetzen, um Anleihegläubiger zu bedienen, wie zwei Insider im vergangenen Monat gesagt hätten. Der Milliardär hätte Evergrande 1996 gegründet. Noch 2017 habe Hui als der reichste Mann Asiens gegolten.
China Evergrande hätte zuletzt mehrmals im letzten Moment den Kopf aus der Schlinge gezogen und kurz vor Ablauf einer Nachfrist Zinsen an Anleihegläubiger gezahlt, hieß es bei Reuters. Investoren hätten seit Wochen befürchtet, dass die Schuldenprobleme des Konzerns und anderer chinesischer Immobilienentwickler das ganze Finanzsystem in China ins Wanken bringen würden. Zum Jahresende hin würden weitere Kuponzahlungen in Höhe von 255 Millionen Dollar fällig. Evergrande habe bei Investoren, Kunden und Lieferanten Schulden von insgesamt mehr als 300 Milliarden Dollar. Bei Hui und Evergrande sei zunächst keine Stellungnahme erhältlich gewesen.
Laut Mitteilungen an das Grundbuchamt in Hongkong habe Hui eigenen Grundbesitz eingebracht, um Gelder freizumachen. Dazu gehöre unter anderem eine Immobilie im Reichen-Stadtteil The Peak, um von der China Construction Bank ein Darlehen zu erhalten. Die Immobilie habe nach Auskunft eines Immobilienmaklers einen Wert von umgerechnet 103 Millionen Dollar. Laut lokalen Medien sollten überfällige Anleihezahlungen damit beglichen werden. Insidern zufolge habe Evergrande zudem nach Aufforderung von Hui Kunstwerke und Kalligraphie verkauft, um Kapital zu beschaffen. Welche Summe durch die Verkäufe erzielt worden sei, sei zunächst nicht zu erfahren gewesen.
Der US-amerikanische Präsident Joe Biden und der chinesische Präsident Xi Jinping beim virtuellen Gipfel - SNA, 1920, 16.11.2021
Biden bekräftigt Ein-China-Politik beim Treffen mit Xi Jinping
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