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Eriwan und Baku werfen sich gegenseitig neue Provokationen im Grenzgebiet vor

© AP Photo / Sergei GritsBergkarabach
Bergkarabach - SNA, 1920, 16.11.2021
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Das armenische Verteidigungsministerium hat laut einer Mitteilung von Dienstag Aserbaidschan vorgeworfen, im Grenzgebiet unter anderem Artillerie eingesetzt zu haben. Baku wies die Vorwürfe zurück und sprach von einer Provokation vonseiten des armenischen Militärs.
„Aserbaidschanische Truppen haben eine weitere Provokation unternommen und griffen die dort stationierten armenischen Posten an. Der Gegner setzt Artillerie, gepanzerte Fahrzeuge und verschiedene Arten von Kleinwaffen ein“, teilte die Behörde in Eriwan mit.
Infolge einer intensiven Schießerei habe die aserbaidschanische Seite Verluste an gepanzerten Fahrzeugen erlitten, fügte das Verteidigungsministerium hinzu.
Das Verteidigungsministerium Aserbaidschans teilte ebenfalls am Dienstag mit, dass die Lage an der Grenze zu Armenien angespannt sei. Die Militäroperationen würden weitergehen, hieß es. Als Reaktion auf eine Provokation der armenischen Seite seien Panzerabwehrwaffen und Granatwerfer des Gegners zerstört worden, teilte die Behörde mit. Das Verteidigungsministerium werde die Öffentlichkeit regelmäßig über die Lage an der Grenze informieren
Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan (Archiv) - SNA, 1920, 15.11.2021
Paschinjan beschuldigt Aserbaidschan wegen Invasion nach Armenien
Armeniens Premier Nikol Paschinjan hat in einer Sitzung des Sicherheitsrates am Montag über eine Invasion aserbaidschanischer Truppen ins Territorium der Republik Armenien gesprochen. Baku dementierte dies und beschuldigte wiederum das armenische Militär, die Stellungen der aserbaidschanischen Armee in der Region Kelbajar beschossen zu haben.

Streit um Bergkarabach

Die Beziehungen zwischen Baku und Eriwan sind weiterhin sehr angespannt, vor allem wegen der Situation um Bergkarabach. Die beiden Ex-Sowjetrepubliken hatten vom 27. September bis zum 9. November 2020 um die Konfliktregion Bergkarabach gekämpft. Aserbaidschan holte sich dabei weite Teile des Anfang der 1990er Jahre verlorenen Gebiets zurück. Mehr als 6500 Menschen starben bei den Kämpfen.
Ende Juli kam es an der Grenze zu erneuten Scharmützeln, bei denen Tote und Verletzte gemeldet wurden. Armenien und Aserbaidschan beschuldigten sich gegenseitig der Verletzung des Waffenstillstandsabkommens, einigten sich später jedoch durch Vermittlung der russischen Friedenstruppen auf einen Waffenstillstand. Trotzdem geht der Beschuss weiter.
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