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Ampel will Corona-Pläne verschärfen und Koalitionsverhandlungen gehen auf Spitzenebene weiter

© CC0 / Free-PhotosWas in der Nacht geschah
Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 15.11.2021
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Ampel-Fraktionen verschärfen Corona-Pläne: Auch Kontaktbeschränkungen; Koalitionsverhandlungen gehen auf Spitzenebene weiter; Bankräuber in Deutschland nahezu ausgestorben; Österreich beginnt mit Lockdown für Ungeimpfte und Airbus erhält Großauftrag über 255 Jets.
SNA präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Montag geschehen ist.

Ampel-Fraktionen verschärfen Corona-Pläne: Auch Kontaktbeschränkungen

Die möglichen Koalitionspartner SPD, Grüne und FDP haben sich auf deutliche Verschärfungen bei der geplanten Änderung des Infektionsschutzgesetzes geeinigt. Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen sollen nun grundsätzlich auch Kontaktbeschränkungen angeordnet werden können, wie aus der Vereinbarung von Vertretern der drei Fraktionen hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dabei geht es offensichtlich um Ungeimpfte. Zudem sollen Ungeimpfte ohne negativen Test keine Busse und Bahnen mehr benutzen dürfen – unabhängig von der weiter geltenden Maskenpflicht.
Die Änderung des Infektionsschutzgesetzes ist in den Bundestag bereits eingebracht. An diesem Montag steht die Anhörung von Experten an, die Teil des Gesetzgebungsverfahrens ist. Am Donnerstag soll das Parlament abstimmen.

Koalitionsverhandlungen gehen auf Spitzenebene weiter

Die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer Ampel-Regierung gehen am Montag in die nächste Runde. Die Gespräche von SPD, Grünen und FDP kehren auf die Spitzenebene zurück, nachdem am Mittwoch 22 Arbeitsgruppen aus Fachpolitikern ihre Ergebnisse zu den einzelnen Themenbereichen vorgelegt hatten. Verbliebene Streitpunkte sollen nun in Spitzenrunden von der 21-köpfigen Hauptverhandlungsgruppe geklärt werden.
Details zu den Verhandlungen drangen bislang kaum nach außen, weil die Parteien Verschwiegenheit vereinbart haben, um die Gespräche nicht durch öffentliche Debatten zu belasten. Die Grünen äußerten allerdings Unmut über mangelnde Fortschritte bei Klimathemen. Nach dem bisherigen Plan sollen die Verhandlungen über einen Koalitionsvertrag noch diesen Monat abgeschlossen werden. In der Nikolauswoche ab dem 6. Dezember soll Olaf Scholz (SPD) zum Kanzler gewählt und seine Regierung im Bundestag vereidigt werden.

Bankräuber sterben aus – Risiko zu groß

Bankräuber sind in Deutschland nahezu ausgestorben: Die Zahl der Überfälle auf Banken, Sparkassen und auch Postfilialen ist in den vergangenen drei Jahrzehnten um 95 Prozent gesunken. Im Jahr 1993 zählte das Bundeskriminalamt in Wiesbaden noch 1623 Überfälle auf „Geldinstitute und Poststellen“, im vergangenen Jahr waren es lediglich 80, wie die Zeitreihen des Bundeskriminalamts zeigen.
Polizei, Banken und Versicherer sehen mehrere Ursachen für das Phänomen. Mitte der 90er Jahre gab es noch fast 70.000 Bankfilialen in Deutschland, Ende vergangenen Jahres waren es laut Bundesbank noch gut 24.000. Bankräuber haben heute also weniger Auswahl als früher. Hinzu kommen technischer Fortschritt und die abnehmende Bedeutung des Bargelds.
Das Risiko für die Täter ist außerordentlich hoch, die Polizei kann drei Viertel der Überfälle aufklären.

Österreich beginnt mit Lockdown für Ungeimpfte

In Österreich gilt im Kampf gegen die vierte Welle der Corona-Pandemie seit Mitternacht ein Lockdown für Ungeimpfte. Wer nicht geimpft oder in den vergangenen 180 Tagen genesen ist, darf nur noch aus zwingenden Gründen sein Zuhause verlassen. Dazu gehören Einkäufe für den täglichen Bedarf, Arztbesuche oder auch ein als nötig erachteter Spaziergang.
Die Ausgangsbeschränkungen sind zunächst auf zehn Tage befristet. Die Polizei will die Vorschriften engmaschig kontrollieren. Bei Verstößen drohen Strafen bis zu 1450 Euro. Betroffen sind nach Schätzungen zwei Millionen Menschen, die keine Impfung haben. Österreich hat eine Sieben-Tage-Inzidenz von rund 850 pro 100.000 Einwohner.
Spritze gegen das Coronavirus (Symbolbild) - SNA, 1920, 14.11.2021
Knallharter Lockdown für alle Ungeimpften in Österreich ab Montag

Erholung trotz Corona: Airbus erhält Großauftrag über 255 Jets

Der Flugzeugbauer Airbus hat mit dem ersten Großauftrag seit Beginn der Corona-Pandemie eine Bestellung von 255 Mittelstreckenjets erhalten. Die Bestellung der Maschinen aus der A321neo-Reihe kommt vom US-Unternehmen Indigo Partners im Auftrag von vier Billigflug-Airlines. Die Beteiligten unterzeichneten den Auftrag am Sonntag bei der Luftfahrtmesse in Dubai, wie Airbus mitteilte. Die Bestellung ist ein deutliches Signal der Erholung in der Luftfahrtbranche fast zwei Jahre nach Ausbruch der Pandemie.
Die vier Linien Wizz Air (Ungarn), Frontier (USA), Volaris (Mexiko) und Jetsmart (Chile/Argentinien) hätten „in den letzten Monaten schnell und entschlossen gehandelt, um sich für diese wegweisende Bestellung zu positionieren“, sagte Airbus-Verkaufschef Christian Scherer. Zugleich würden „die Folgen der Pandemie nachlassen“ und die Welt wolle wieder mehr nachhaltig fliegen.
Weltweite Einschränkungen für Reisende hatten den internationalen Tourismus in vielen Ländern fast komplett lahmgelegt und damit auch Fluggesellschaften und Hersteller schwer getroffen. Aktuell zieht die Nachfrage aber wieder an, auch mit Blick auf die steigende Zahl der Corona-Impfungen und eine zunehmende Normalisierung beim Reisen.
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