Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Migrationskrise an belarussisch-polnischer Grenze: Prag bietet Warschau Hilfe an

© REUTERS / BelTAPolnische Polizei an der Grenze zu Weißrussland
Polnische Polizei an der Grenze zu Weißrussland - SNA, 1920, 15.11.2021
Abonnieren
Tschechien ist bereit, Polen nötigenfalls in der Situation an der polnisch-belarussischen Grenze Hilfe zu erweisen. Das erklärte der tschechische Außenminister Jakub Kulhanek nach einem Telefongespräch mit seinem polnischen Amtskollegen Zbigniew Rau.
„Ich habe mit meinem polnischen Kollegen Zbigniew Rau gesprochen. Wir erörterten die katastrophale Situation an der polnisch-belarussischen Grenze. Ich habe unsere Solidarität mit Polen bekundet und erneut unsere Bereitschaft signalisiert zu helfen, wenn es nötig wird", schrieb Kulhanek auf Twitter.
Zuvor hatte Kulhanek erklärt, Prag stehe in Kontakt mit Warschau und habe schon Hilfe angeboten und werde jegliche Unterstützung erweisen, falls eine entsprechende Bitte vorliegen sollte. Kulhanek antwortete so auf den Appell tschechischer Abgeordneten und Polizeikräfte, eine Hilfeleistung nach Polen zu entsenden.
Kulhanek verwies darauf, dass die Außenminister der Visegrad-Gruppe (Tschechien, Polen, Slowakei, Ungarn) am Montag am Rande eines Außenministertreffens der EU zusammenkommen und die Situation an der polnisch-belarussischen Grenze erörtern wollen.

Situation an belarussisch-polnischer Grenze

Noch im vergangenen Sommer hatte der Andrang von Migranten aus dem Nahen Osten und Afrika an den Grenzen zwischen Belarus und Polen sowie den Baltischen Ländern zugenommen. Die Situation spitzte sich am vergangenen Montag zu, als sich rund 2000 Flüchtlinge am Grenzzaun versammelten. Polnische Sicherheitskräfte unterbanden mehrere Durchbruchversuche, darunter unter Einsatz von Tränengas.
Migranten an der polnisch-weißrussischen Grenze - SNA, 1920, 14.11.2021
Migrationskrise: Polnische Sicherheitskräfte bringen Flüchtlingsgruppe von Grenze weg – Medien
Warschau hat 15.000 Soldaten sowie Panzer, Luftverteidigungskräfte und andere schwere Waffen an der Grenze konzentriert. Großbritannien schickte eine Gruppe von Soldaten ins Grenzgebiet, um die Sperranlagen zu festigen.
Vilnius, Riga und Warschau machen Belarus für die Krisensituation verantwortlich. Minsk weist die Vorwürfe zurück. Wie der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko erklärte, werde das Land den Zustrom von Menschen nicht mehr aufhalten. Denn wegen der US-Sanktionen habe Belarus weder Geld noch Kräfte dafür.
Länder mit den meisten aufgenommenen Flüchtlingen

Fünf Länder haben fast 40 Prozent der weltweit Vertriebenen aufgenommen, so das Auswärtige Amt am 18. Juni 2021. Zu den Ländern mit den meisten aufgenommenen anerkannten Flüchtlingen (Stand: Ende 2020) gehören laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNCHR die Türkei (3,6 Millionen), Kolumbien (1,8 Millionen), Pakistan (1,4 Millionen), Uganda (1,4 Millionen) und Deutschland (1,1 Millionen). Die Zahl der Flüchtlinge wird unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Einreise angegeben. Staatenlose Menschen und Personen, über deren Asylantrag noch nicht entschieden wurde, sind in diesen Daten nicht berücksichtigt.

ExpandierenMinimieren
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала