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Migrationskrise: Polnische Sicherheitskräfte bringen Flüchtlingsgruppe von Grenze weg – Medien

© AP Photo / Leonid ShcheglovMigranten an der polnisch-weißrussischen Grenze
Migranten an der polnisch-weißrussischen Grenze - SNA, 1920, 14.11.2021
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Polnische Sicherheitskräfte haben eine Gruppe von 60 Flüchtlingen, die sich am Samstag auf der polnischen Seite der Grenze zu Belarus aufgehalten hatten, von der Grenze weggeführt. Darüber berichtet die belarussische Zeitung „SB. Belarus segodnya“.
„Die Polen haben bei Nacht und Nebel eine Gruppe von Flüchtlingen, die zwischen zwei Stacheldraht-Zäunen gehalten worden waren, hinausgeführt“, heißt es. Die Zeitung veröffentlichte zudem Fotos, die Menschen in polnischen Uniformen und den Geländeabschnitt zwischen zwei Sperranlagen aus Stacheldraht zeigen. Auf den Bildern sind jedoch keine Flüchtlinge zu sehen.
Nach Angaben der Zeitung haben sich 60 Flüchtlinge seit Samstagabend jenseits der Grenze aufgehalten. Sie hätten die belarussisch-polnische Grenze überquert, wurden aber von den polnischen Sicherheitskräften nicht auf polnisches Territorium durchgelassen.
Die Agentur Sputnik Belarus berichtete, dass eine Migrantengruppe am Grenzübergang Brusgi nach Polen eingedrungen sei und sich entlang der polnischen Sperranlage fortbewegt habe. Wie die belarussische Grenzschutzbehörde mitteilte, ist die Fortbewegung einer Gruppe aus etwa 100 Flüchtlingen entlang der Staatsgrenze in Richtung des Flüchtlingslagers registriert worden.
Der amtliche Sprecher des Staatlichen Grenzschutzkomitees von Belarus, Anton Bytschkowski, erläuterte am Samstagmorgen gegenüber RIA Novosti, dass die Gruppe, die nach vorläufigen Angaben aus etwa 100 Flüchtlingen bestehe, sich faktisch auf polnischem Territorium vor polnischen ingenieurtechnischen Sperranlagen an der belarussisch-polnischen Grenze befinde.
Migranten in der weißrussischen Region Grodno an der Grenze zu Polen  - SNA, 1920, 12.11.2021
USA und europäische Länder im UN-Sicherheitsrat machen Belarus für Migrationskrise verantwortlich
Laut belarussischen Medien habe sich die Gruppe, die laut Angaben aus 60 Personen bestanden habe, zwischen den Sperranlagen im polnischen Grenzgebiet aufgehalten.
Wie DPA in Warschau berichtete, habe eine Gruppe von etwa 50 Migranten nach Angaben der polnischen Polizei am Samstagabend die Barriere an der Grenze zu Belarus durchbrochen und sei nach Polen gelangt. Die Beamten hätten 22 Iraker festgenommen, hieß es. Nach Angaben der Polizei versuchte eine weitere größere Gruppe über die Grenze zu gelangen – jedoch ohne Erfolg. Die Flüchtlinge sollen die Beamten demnach mit Steinen beworfen haben.

Migrationsstreit zwischen Belarus und Polen

Noch im vergangenen Sommer hatte der Andrang von Migranten aus dem Nahen Osten und Afrika an den Grenzen zwischen Belarus und Polen sowie den Baltischen Ländern zugenommen. Die Situation spitzte sich am vergangenen Montag zu, als sich rund 2000 Flüchtlinge am Grenzzaun versammelten. Polnische Sicherheitskräfte unterbanden mehrere Durchbruchversuche, darunter unter Einsatz von Tränengas.
Vilnius, Riga und Warschau machen Belarus für die Krisensituation verantwortlich. Minsk weist die Vorwürfe zurück. Wie der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko erklärte, werde das Land den Zustrom von Menschen nicht mehr aufhalten. Denn wegen der US-Sanktionen habe Belarus weder Geld noch Kräfte dafür.
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