Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Deutsche Industrie zum Klimagipfel: Was in Glasgow erreicht wurde, reicht nicht aus

© REUTERS / Ina FassbenderSiegfried Russwurm spricht auf einer Pressekonferenz am 21. Oktober 2021 in Berlin
Siegfried Russwurm spricht auf einer Pressekonferenz am 21. Oktober 2021 in Berlin - SNA, 1920, 14.11.2021
Abonnieren
Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, hat am Sonntag die Ergebnisse des 26. UN-Weltklimagipfels gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters als nicht ausreichend bemängelt.
Laut Russwurm sind stärkere internationale Kooperation und verbindliche Klimaschutzziele praktisch aller Staaten im Kampf gegen die weiter fortschreitende Erderwärmung unverzichtbar. „Was in Glasgow erreicht wurde, reicht dafür nicht aus“, stellte der BDI-Präsident fest.
„Die Industrie bedauert, dass auf der Weltklimakonferenz in Glasgow der dringend notwendige große Wurf für den Klimaschutz nicht gelungen ist.“
Der Minister für Justiz, Kommunikation und auswärtige Angelegenheiten von Tuvalu, Simon Kofe, gibt eine Erklärung zur COP26 am 5. November 2021 ab.  - SNA, 1920, 08.11.2021
Knietief im Wasser: Minister vom Inselstaat Tuvalu dreht ungewöhnliches Video für UN-Klimagipfel
Nach seinen Worten sind die Differenzen zwischen den Staaten weiterhin sehr groß, was auch auf absehbare Zeit so bleiben werde. „Es ist gefährlich und schadet dem Klima, wenn die Unterschiede im Ehrgeiz für Klimaschutz bestehen oder gar zunehmen“, so Russwurm. Infolgedessen würden die Emissionen in Länder mit weniger strengen Klimaschutzmaßnahmen verlagert und einseitig Unternehmen belastet, die, etwa in der EU, bereits große finanzielle Belastungen stemmen müssten, erklärte der BDI-Chef.
Als kleinen Fortschritt bezeichnete er zugleich, dass sich sehr viel mehr Staaten für Marktmechanismen beim Klimaschutz ausgesprochen hätten als bisher. Als nächster Schritt müsse nun der Boden dafür bereitet werden, dass kosteneffiziente Instrumente wie der internationale Emissionshandel weltweit einen Beitrag zur CO2-Minderung leisteten, so Russwurm.
Weltklimakonferenz 2021 - SNA, 1920, 13.11.2021
„Klarer Verrat der reichen Nationen“: Klimaschützer nehmen Industriestaaten in die Mangel
Einen weiteren Anlass zum Optimismus geben dem BDI-Präsident die angekündigte Wiederaufnahme der Zusammenarbeit zwischen den USA und China im Klimaschutz sowie die zunehmende Zahl von Klimaschutzinitiativen staatlicher und nicht-staatlicher Akteure. „Gute Beispiele sind die Initiativen zum Waldschutz, zur Methanminderung und zum Kohleausstieg in Südafrika“, betonte Russwurm.
Zugleich bleibe die Frage offen, so der BDI-Chef, ob die Industrieländer ihre vor mehr als zehn Jahren gemachten Finanzzusagen an Entwicklungs- und Schwellenländer einhalten würden, diese ab 2020 mit 100 Milliarden US-Dollar jährlich beim Klimaschutz zu unterstützen.

Ergebnisse des Klimagipfels

Zum Abschluss der UN-Klimakonferenz (COP26) in Glasgow hatten sich die fast 200 Staaten am Freitag auf eine gemeinsame Erklärung zum verstärkten Kampf gegen die Erderwärmung geeinigt und weitere Umsetzungsregeln zum Pariser Klimaabkommen von 2015 vereinbart. Der Glasgow-Pakt bekräftigte vor allem das Ziel des Pariser Abkommens, die Erderwärmung möglichst nicht über 1,5 Grad ansteigen zu lassen.
Demo unter der Leitung von Thunberg während des COP26-Gipfels - SNA, 1920, 14.11.2021
„Bla, bla, bla“: Greta Thunberg kommentiert Fazit der Klimakonferenz
Die Delegierten verpflichteten sich zudem, bereits im nächsten Jahr ihre Klimaziele für 2030 nachzubessern, insbesondere diejenigen, die seit 2015 keine wesentlichen Updates ihrer Klimapläne einreichten. Unter anderem bekannten sie sich zum ersten Mal im Abschlussdokument eines Klimagipfels zum längerfristigen Ausstieg aus der Kohle und dem Abbau fossiler Subventionen.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала