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Tarifstreit um öffentlichen Dienst: Verdi will Warnstreiks an Unikliniken ausweiten

© AP Photo / Markus SchreiberMitglieder der Gewerkschaft ver.di bei einer Kundgebung im Rahmen des Tarifstreiks im öffentlichen Dienst in Berlin (Archivbild)
Mitglieder der Gewerkschaft ver.di bei einer Kundgebung im Rahmen des Tarifstreiks im öffentlichen Dienst in Berlin (Archivbild) - SNA, 1920, 13.11.2021
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Angesichts der dritten Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) rechnet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft „Ver.di“ laut der Deutschen Presse-Agentur (DPA) mit einer verstärkten Beteiligung des Personals der Universitätskliniken an Warnstreiks. Die Tarifverhandlungen waren bislang erfolglos.
„Vor dem dritten Verhandlungstermin erwarten wir eine sehr breite Streikbeteiligung im Gesundheitswesen“, sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke gegenüber der DPA am Samstag. So sollen der DPA zufolge Beschäftigte in den Kliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster ab Dienstag zur Teilnahme aufgerufen werden.
Das Amazon-Logo - SNA, 1920, 31.10.2021
Verdi ruft Amazon-Beschäftigte an sieben Standorten zu Streik auf
„Ich habe es noch nicht erlebt, dass Arbeitgeber so wenig Interesse für die Anliegen und Bedarfe ihrer Beschäftigten zeigen“, bemängelte der Vorsitzende des mitstreitenden Beamtenbundes „dbb“, Ulrich Silberbach, das bisherige Vorgehen der TdL gegenüber der DPA. Nach seinen Worten taten Arbeitgeber die enormen Belastungen durch die Pandemie in den Gesundheitsberufen, Schulen, Ordnungs- und Aufsichtsbehörden und bei der Polizei als punktuelle Belastungsspitze ab.
Bei den Unikliniken stieß die angekündigte Streik-Aktion auf Unverständnis. „Dass sich die Gewerkschaft Ver.di nun ausgerechnet die Uniklinika als Streikobjekt für mehr Geld aus der Gießkanne aussucht, zeugt weder von Weitsicht für die Pflege noch von Nächstenliebe für die Patienten“, meinte der Vorsitzende des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands, Jens Scholz, im Gespräch mit der „Welt“ am Freitag.

Zwei Verhandlungsrunden

Seit Oktober verhandeln die Gewerkschaften Ver.di und dbb für rund 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte und 48.000 Auszubildende der Länder. Zu den Forderungen gehört vor allem fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens 150 Euro monatlich, im Gesundheitswesen 300 Euro mehr.
Verdi (Symbolbild) - SNA, 1920, 07.09.2021
„Wer Hand an das Streikrecht legt, muss mit entschiedenem Widerstand rechnen“ - Verdi
Den TdL-Arbeitgebern wird vorgeworfen, den Tarifbeschäftigten der Länder Respekt und Wertschätzung verweigert zu haben. Da die TdL auch nach der zweiten Verhandlungsrunde Anfang November den Streitenden kein Angebot machte, will man diese Forderungen nun vermehrt mit Streik und Druck durchsetzen.
Aus der Sicht der TdL ist die Corona-Pandemie doch nur eine temporäre Belastung. Der TdL-Verhandlungsführer, der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU), hatte die Forderungen mehrfach als unrealistisch zurückgewiesen.
Ende November sollen die Gewerkschaften in Potsdam zur dritten Verhandlungsrunde mit der TdL zusammenkommen.
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