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Putin: „Lukaschenko könnte den Gashahn für Europa zudrehen, aber …“

© SNA / Sergej Guneew / Zur BilddatenbankDie Präsidenten Russlands und Weißrusslands, Wladimir Putin (r.) und Alexander Lukaschenko,. Moskau, 9. September 2021
Die Präsidenten Russlands und Weißrusslands, Wladimir Putin (r.) und Alexander Lukaschenko,. Moskau, 9. September 2021 - SNA, 1920, 13.11.2021
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Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Hoffnung geäußert, dass das Nachbarland Weißrussland die Lieferungen von russischem Gas nach Europa wegen der Migrationskrise an der weißrussisch-polnischen Grenze nicht blockieren wird.

„Theoretisch könnte (Alexander) Lukaschenko als Präsident eines Gastransitlandes unsere Lieferungen nach Europa stoppen. Das wäre aber ein Verstoß gegen unseren Transitvertrag, und ich hoffe, dass es nicht so weit gehen werde“, sagte Putin am Samstag in einem Interview des TV-Senders Rossija 24.

Derartige Handlungen würden die russisch-weißrussischen Beziehungen belasten. Sein weißrussischer Amtskollege habe dieses Thema bislang nie angesprochen, sagte Putin und kündigte ein Gespräch mit Lukaschenko zu diesem Problem an, ohne aber einen Termin zu nennen.

Lukaschenko droht Europa mit Stopp von Gastransit

Als Antwort auf angedrohte neue EU-Sanktionen gegen sein Land hatte Lukaschenko die Behörden in europäischen Staaten daran erinnert, dass beachtliche Gasmengen aus Russland via Weißrussland nach Europa gelangten, darunter über die Jamal-Europa-Gaspipeline. „Was wäre, wenn wir den Gashahn zudrehen?“, hatte Lukaschenko in einer Kabinettssitzung in Minsk gefragt.
Seit dem 8. November harren rund 2000 Migranten, einschließlich Frauen und Kinder, bei nächtlichen Minustemperaturen an der Grenze zwischen Weißrussland und Polen aus. Das Endziel der Flüchtlinge, die hauptsächlich aus Nahostländern gekommen sind, ist die Europäische Union. Aber die polnischen Grenzsoldaten lassen niemanden durch und setzen unter anderem Tränengas gegen die Migranten ein.

Lage an weißrussisch-polnischer Grenze verschärft sich

In einem für die Migranten aufgeschlagenen Zeltlager mangelt es an warmer Kleidung, Nahrung und Trinkwasser. Die polnische Seite hatte jegliche Hilfe für die Notleidenden abgelehnt. Humanitäre Aktionen weißrussischer Volontäre, die Flüchtlinge zu versorgen versuchen, reichen nicht aus.
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