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Röttgen kündigt Kandidatur für CDU-Vorsitz an

© REUTERS / HANNIBAL HANSCHKECDU-Politiker Norbert Röttgen
CDU-Politiker Norbert Röttgen - SNA, 1920, 12.11.2021
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Der Außenpolitiker Norbert Röttgen will neuer CDU-Vorsitzender werden.
Der 56 Jahre alte Bundestagsabgeordnete kündigte am Freitag in Berlin seine Kandidatur für die Nachfolge von Parteichef Armin Laschet an. Er kandidiere, „aus der tiefen Überzeugung, dass es kein ,Weiter so‘ gibt, erst recht kein ,Zurück‘“, sagte er auf der Bundespressekonferenz in Berlin. Es gehe um eine „inhaltlich definierte Erneuerung“ der CDU.
„Die christlich demokratische Idee für unsere Zeit muss erarbeitet werden, mit den Mitgliedern, und sie muss in den Wettbewerb mit den anderen Parteien gehen.“
Darüber informierte er unter anderem in seinem Twitter-Account:
Röttgen präsentierte für den Fall seiner Wahl die Hamburger Bundestagsabgeordnete Franziska Hoppermann als künftige CDU-Generalsekretärin.
Erwartet wird, dass im Laufe des Tages auch der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun nominiert wird. Bei einer virtuellen Landesvorstandssitzung der hessischen CDU will der 49-Jährige die Gründe für seine Bewerbung vorstellen, wie ein Sprecher der hessischen CDU angekündigt hat. Die Nominierung durch den Kreisverband Gießen solle ebenfalls noch an diesem Freitag erfolgen.
Erwartet wird ferner, dass auch der frühere Unionsfraktionschef im Bundestag, Friedrich Merz, eine Kandidatur anmelden wird. Er hat sich dazu bislang aber noch nicht genau geäußert. Röttgen und Merz hatten bereits im vergangenen Januar für den CDU-Vorsitz kandidiert, waren damals aber Laschet unterlegen. Röttgen sagte jetzt, er kandidiere in der Einschätzung, diesmal gewählt werden zu können.
Armin Laschet - SNA, 1920, 04.11.2021
„Es ärgert mich zu Tode“: Armin Laschets Scherben-Inventur im ARD-Talk
Laschet wurde anschließend auch Kanzlerkandidat der Union für die Bundestagswahl. Bei ihr fuhren CDU und CSU im September dann ein historisch schlechtes Ergebnis von 24,1 Prozent ein. Laschet gibt daher den Parteivorsitz nach noch nicht einmal einem Jahr wieder ab. Der frühere NRW-Ministerpräsident ist jetzt nur noch einfacher Abgeordneter im Bundestag.
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