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150 Migranten versuchen gewaltsamen Sturm polnischer Grenze von Weißrussland aus

© AFP 2021 / RAMIL NASIBULINMigranten im weißrussischengrenznahen Gebiet Grodno
Migranten im weißrussischengrenznahen Gebiet  Grodno - SNA, 1920, 11.11.2021
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Rund 150 Migranten haben nach Angaben des stellvertretenden polnischen Innenministers, Bartosz Grodecki, in der Nacht auf Donnerstag versucht, die weißrussisch-polnische Grenze gewaltsam zu stürmen.
„In der Nacht wurde ein gewaltsamer Versuch unternommen, die Grenze zu überqueren. Eine Gruppe von etwa 150 Migranten wollte die Grenze an der Strecke des Grenzschutzes von Podlachien mit Gewalt überwinden“, sagte Grodecki gegenüber dem TV-Sender Polsat am Donnerstag.
Die polnischen Behörden wollen die Grenzschutzkräfte offenbar verstärken: Nach dem sogenannten Unabhängigkeitsmarsch, der anlässlich des polnischen Nationalfeiertages in Warschau stattfindet, sollten Polizeibeamte aus der Hauptstadt umgehend an die Grenze geschickt werden, teilte der Vize-Innenminister mit. Eines der Szenarien sei „ein möglicher Angriff an der Grenze am Abend“.
„Heute ist ein besonderer Tag, ein nationaler Feiertag. Es könnte sein, dass wir schwächer sind, weil wir an zwei Fronten agieren“, äußerte er.
Nach Angaben des polnischen Grenzschutzes haben am Mittwoch 468 Personen versucht, aus Weißrussland illegal nach Polen einzureisen. In Bezug auf 42 Ausländer seien Abschiebungsbefehle erteilt worden, teilte der Grenzschutz in einer Twitter-Mitteilung mit.
Am Vortag hatte die Behörde 599 versuchte illegale Einreisen registriert.
Am Montag hatte die weißrussische Grenzschutzbehörde mitgeteilt, dass eine große Gruppe von Flüchtlingen, zumeist Kurden, in Richtung der Grenze zu Polen unterwegs sei. Mehr als 2000 Flüchtlinge, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, errichteten ein improvisiertes Lager vor dem polnischen Grenzzaun. Die polnischen Sicherheitskräfte lassen die Migranten nicht durch, und die Migranten haben versucht, die Absperrungen zu durchbrechen.
Bundesaußenminister Heiko Maas  - SNA, 1920, 11.11.2021
Maas macht Lukaschenko für Flüchtlingskrise an EU-Außengrenze verantwortlich
Litauen, Lettland und Polen haben in letzter Zeit eine Zunahme von Festnahmen illegaler Migranten an der Grenze zu Weißrussland gemeldet und Minsk vorgeworfen, eine Migrationskrise zu verursachen. Weißrussland weist die Vorwürfe zurück.
Der weißrussische Präsident, Alexander Lukaschenko, hatte Ende Mai angekündigt, dass sein Land Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern werde – als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen.
Mitte September kündigte Lukaschenko an, sein Land sei bereit, mit dem Westen über illegale Migration zu sprechen, aber nur, wenn die Sanktionen gegen Minsk aufgehoben würden.
Weißrussische Grenzschützer haben wiederholt den Grenzschutzbehörden von Litauen, Polen und Lettland vorgeworfen, Migranten gewaltsam ins weißrussische Staatsgebiet abgeschoben zu haben.
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