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Wegen Unvereinbarkeit mit Posten als FDP-Landtagsfraktionschef: DOSB-Vizepräsident tritt zurück

DOSB - SNA, 1920, 11.11.2021
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Nach internen Vorwürfen gegen die DOSB-Führungsspitze wollen Präsident Alfons Hörmann und zwei Vizepräsidenten bei der Neuwahl des DOSB-Präsidiums nicht mehr antreten. Seinen Rücktritt hat auch Vizepräsident Andreas Silbersack verkündet und ihn mit Doppelbelastung begründet.
Nach dem Wirbel um ein anonymes Schreiben aus dem Kreis der Mitarbeiter, in dem von einer „Kultur der Angst“ in der Zentrale des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) die Rede war, kommen nun offenbar personelle Konsequenzen. DOSB-Präsident Alfons Hörmann und der für Finanzen zuständige Vizepräsident Kaweh Niroomand hatten kürzlich angekündigt, bei der für den 4. Dezember angesetzten Neuwahl des DOSB-Präsidiums nicht mehr antreten zu wollen. Hörmann war seit 2013 Chef des DOSB. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, nimmt nun auch der für den Breitensport zuständige Vizepräsident Andreas Silbersack seinen Hut. Der Grund dafür ist jedoch nicht die Einsicht etwaiger Fehltritte: Der 53-Jährige begründet seinen Rückzug von der DOSB-Spitze mit der Doppelbelastung durch die Tätigkeit als DOSB-Vizepräsident und diejenige als Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt, die er seit September ausübt.
„Beide Tätigkeiten sind hochpolitisch und erfordern ein Höchstmaß an Engagement. Neben meinen weiteren ehrenamtlichen Funktionen im Sport kann ich beide Aufgaben zurzeit nicht im gebotenen Maße ausfüllen“, so Silbersack.
Anfang Mai 2021 waren in einem anonym gehaltenen „offenen Brief aus der Mitarbeiterschaft des DOSB“ schwere Vorwürfe gegen DOSB-Präsident Alfons Hörmann und die Führungsgremien erhoben worden. Unter anderem wurde darin Hörmanns Führungsstil kritisiert und eine „Kultur der Angst“ beklagt. In einem darauffolgenden Statement des DOSB-Vorstands hieß es, man habe diese Vorwürfe „mit großem Erstaunen“ wahrgenommen. „Die Werte des Sports leiten unser tägliches Handeln im DOSB und unser Miteinander. Respekt und Fairplay gelten für uns jederzeit – auf und neben dem Platz. Dazu gehört auch ein wechselseitig offener, fairer und transparenter Umgang miteinander.“
Die DOSB-Führung nehme die Kritik jedoch sehr ernst, werde die Vorwürfe prüfen und sich intensiv mit den Mitarbeitern austauschen, hieß es weiter. „Es macht uns sehr betroffen, wenn sich ein Teil der Mitarbeiter, wie in der Mail unterstellt, derzeit im DOSB unwohl fühlt und den Arbeitsplatz nicht als angenehm empfindet.“
Die Kritik an Hörmann hatte der Vorstand des DOSB damals jedoch entschieden zurückgewiesen und die Zusammenarbeit als ein „sehr konstruktives, professionelles und faires Miteinander“ bezeichnet. Das Führungsgremium habe keinerlei Verhaltensweisen erkennen können, die – wie in dem offenen Schreiben unterstellt – „jegliche Form des Respekts und Anstands vermissen lassen“.
Kurz nach Bekanntwerden des Schreibens hatte sich auch IOC-Chef Thomas Bach zu Wort gemeldet und eine schnelle Aufklärung gefordert. Er sei „in großer Sorge“ um die „Glaubwürdigkeit und damit auch die Funktionsfähigkeit“ des DOSB, so Bach.
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