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Wegen Bohrungen im östlichen Mittelmeer: EU verlängert Sanktionen gegen Türkei um ein Jahr

© AFP 2021 / TURKISH DEFENCE MINISTRY / AFPDas Bohrschiff "Fatih", bewacht von einem Schiff der türkischen Marine, unweit der zyprischen Küste (Archiv)
Das Bohrschiff Fatih, bewacht von einem Schiff der türkischen Marine, unweit der zyprischen Küste (Archiv) - SNA, 1920, 11.11.2021
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Wegen der aktiven Suche Ankaras nach Öl und Gas durch das Abteufen von Bohrungen im östlichen Mittelmeer hat die EU ihre Sanktionen gegen die Türkei um ein Jahr verlängert.
Darüber informierte der Europäische Auswärtige Dienst am Donnerstag in Brüssel. Nach einer Debatte über einschränkende Maßnahmen als Antwort auf nicht genehmigte Arbeiten der Türkei im Östlichen Mittelmeerraum habe der EU-Rat am Donnerstag beschlossen, die Sanktionen gegen die Türkei um ein Jahr – bis zum 12. November 2022 – zu verlängern, hieß es in der Mitteilung.
Betroffen sind weitere Personen bzw. Unternehmen, die auf türkischer Seite an den Bohraktivitäten beteiligt sind.

EU-Sanktionen gegen die Türkei

Die Europäische Union hatte im August 2020 Sanktionen gegen die Türkei in Aussicht gestellt, sollte Ankara seine illegitimen Bohraktivitäten im östlichen Mittelmeer nicht einstellen. Das türkische Außenamt wies alle Anschuldigungen zurück und erklärte, dass die EU nicht berechtigt sei, die geologischen Erkundungsarbeiten der Türkei auf dem eigenen Festlandsockel zu kritisieren.
Mit den Sanktionen reagiert die EU auf die anhaltenden türkischen Erdgas-Bohrungen in den Gewässern des östlichen Mittelmeeres rund um Zypern, in denen erhebliche Erdgasvorkommen vermutet werden. Die Türkei betrachtet die Gewässer als Teil ihres Festlandsockels. Der EU-Mitgliedstaat Zypern und die Europäische Union sehen die Bohraktivitäten als völkerrechtswidrige Verletzungen zyprischer Hoheitsgewässer an und verfolgen die türkischen Bohraktivitäten seit ihrem Beginn mit großer Besorgnis.
Flagge der Türkei - SNA, 1920, 20.10.2021
Griechenland, Ägypten und Zypern: Türkei soll Seerecht achten

Beziehungen zwischen Ankara und Zypern schwer belastet

Die Streitigkeiten belasten die politischen Beziehungen zwischen der EU und der Türkei schwer und vollziehen sich vor dem Hintergrund der fortdauernden völkerrechtswidrigen Besatzung des nördlichen Teils Zyperns durch die Türkei seit dem Jahr 1974. Die sogenannte Türkische Republik Nordzypern wird nur von Ankara anerkannt.
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